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Artikel des Tages

Erhöhter Blutdruck

  • Eine Hypertonie liegt vor, wenn der systolische Wert 140 mmHg und/oder der diastolische Wert 90 mmHg übersteigt. Der Gefäßdruck kann zur Entstehung von Schädigungen und Erkrankungen des Herzens und der Gefäße beitragen. Kardiovaskuläre Folgen sind z. B. Herzinfarkt und Schlaganfall.1

pfeil_7x12.png siehe Tabelle: Bluthochdruck, Grenzwerte nach ESC und ESH

  • Der Bluthochdruck ist vor dem Hintergrund etwaiger weiterer Risikofaktoren wie z. B. Diabetes, Hypercholesterinämie und/oder Nikotinabusus, also dem Gesamtrisiko einer kardiovaskulären Erkrankung, zu betrachten. Mit der Behandlung wird ein Faktor des Geamtrisikos positiv beeinflusst. 
  • Bei 5–10 % der Patienten mit Bluthochdruck besteht eine sekundäre Hypertonie mit einer therapierbaren Ursache.2

Häufigkeit

  • Etwa die Hälfte der Bevölkerung in Europa ist vom Bluthochdruck, d. h. Blutdruck über 140/90 mmHg, betroffen. 
  • Der systolische Blutdruck steigt von der Pubertät bis zum Alter von etwa 70 Jahren an und kann im hohen Alter wieder abnehmen.3
  • Bei den über 60-Jährigen weist nur noch etwa jeder Vierte normale Blutdruckwerte auf. In Deutschland findet sich die höchste Hypertonie-Prävalenz in Europa.
  • Hypertonie ist einer der häufigsten Beratungsanlässe in der allgemeinmedizinischen Praxis. 
  • Häufig ist die Hypertonie dem Betroffenen nicht bekannt.
  • Bei bekanntem Hypertonus sind weniger als die Hälfte der Patienten ausreichend therapiert.  

Diagnostische Überlegungen

  • Es sollte nie nach nur einer Messung die Diagnose Hypertonie gestellt oder eine medikamentöse Behandlung eingeleitet werden.
    • Um die Diagnose mit hinreichender Sicherheit stellen zu können, scheinen mindestens 5–6 Messungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten erforderlich zu sein.4
    • Es können verschiedene Messmethoden angewandt werden: Messungen in der Praxis, Messungen zu Hause oder eine 24-Stunden-Blutdruckmessung.
  • Ermitteln Sie stets das kardiovaskuläre Gesamtrisiko (z. B. mithilfe des PROCAM-Risikorechners oder des ARRIBA-Programms).
    • Es besteht Behandlungsbedarf für alle vorhandenen Risikofaktoren.
    • Erklären Sie den Patienten, was mit Risikoprofil gemeint ist, und besprechen Sie mit ihnen das jeweilige Risikoprofil.
  • Eine Hypertonie kann über Jahrzehnte hinweg subklinische Schädigungen des Kreislaufsystems, der Nieren, des Augenhintergrunds usw. verursachen, bevor eine manifeste kardiovaskuläre Erkrankung auftritt.
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