Kuhmilchallergie

Zusammenfassung

  • Definition:Immunologische Überempfindlichkeitsreaktion auf Kuhmilcheiweiß. Die Überempfindlichkeitsreaktion kann IgE-vermittelt oder nicht-IgE-vermittelt sein.
  • Häufigkeit:Sie betrifft ca. 2–8 % aller Kleinkinder. Bei Erwachsenen tritt sie nur selten auf.
  • Symptome:Die Symptome treten in der Regel bei Neugeborenen auf. Sie können aus verschiedenen Organsystemen stammen und umfassen u. a. Ekzeme, Durchfall und Anaphylaxie.
  • Befunde:Bei einer akuten Allergie können Urtikaria, Atembeschwerden, Erbrechen oder Symptome einer Anaphylaxie auftreten.
  • Diagnose:Zu den relevanten Tests gehören insbesondere IgE, Prick-Test, Provokationstest oder das Eliminationsverfahren.
  • Therapie:Die Behandlung umfasst die Eliminierung der Milch aus der Ernährung, mit regelmäßigen Versuchen der Wiedereinführung.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Kuhmilchallergie wird auch als Kuhmilcheiweißallergie, Milcheiweißallergie und Milchallergie bezeichnet.
  • Das Eiweiß in der Milch verursacht eine Überempfindlichkeitsreaktion, die durch immunologische Mechanismen ausgelöst wird.1
    • IgE-vermittelte Typ-I-Allergie
    • nicht-IgE-vermittelt, wahrscheinlich zellvermittelt
      • Wurde früher als „Milcheiweißintoleranz“ bezeichnet. Dieser Begriff ist jedoch heute nicht mehr gebräuchlich.
      • Kann zu relativ schweren Symptombildern mit schlechter Gewichtszunahme bei Kindern führen.
    • Es kann auch eine Mischung aus diesen beiden vorliegen.
  • Nach der Einnahme von Kuhmilcheiweiß in Dosen, die von gesunden Menschen normalerweise toleriert werden, wurden objektive und reproduzierbare Symptome oder Befunde festgestellt.
  • Bei den meisten Kleinkindern mit Kuhmilchallergie entwickelt sich vor dem dritten Lebensjahr wieder eine Toleranz, und 85–90 % wachsen wieder aus der Allergie heraus, bevor sie das Schulalter erreichen.
  • Eine Kuhmilchallergie darf nicht mit einer Milchunverträglichkeit verwechselt werden, wie beispielsweise einer Laktoseintoleranz oder einer Galaktosämie, bei denen es sich um nichtimmunologische Nahrungsmittelreaktionen handelt.

Diagnostik

Therapie 

Prävention 

Verlauf, Komplikationen und Prognose 

Patienteninformationen