Optikusneuritis

Zusammenfassung

  • Definition:Entzündung des Sehnervs. Meist mit Demyelinisierung und axonaler Beteiligung. In etwa der Hälfte der Fälle mündet die Erkrankung in eine multiple Sklerose. Auch andere Systemerkrankungen, toxische und genetische Ursachen können eine Optikusneuritis verursachen. 
  • Häufigkeit:Die Inzidenz beträgt 5 Fälle pro 100.000 pro Jahr.
  • Symptome:Häufig subakute einseitige Verschlechterung des Sehvermögens; es kann aber auch zum Verlust der Sehstärke auf beiden Augen kommen, gleichzeitig oder sequenziell.
  • Befunde:Klinische Befunde sind gering. Meist reduzierter Visus und Gesichtsfeldausfälle sowie gestörtes Fabensehen. Bei etwa 1/3 der Patienten Papillenveränderungen wie Ödem oder temporale Blässe.
  • Diagnostik:Ophtalmologische und neurologische Untersuchung, MRT.
  • Therapie:In der Akutphase evtl. hochdosierte Kortikosteroide intravenös. Bei multipler Sklerose leitlinienbasierte Behandlung einschließlich Immunmodulation.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Entzündung des Sehnervs
  • Kann verschiedene Abschnitte des Nervs befallen, z. B.:
    • hinter dem Bulbus (retrobulbäre Neuritis)
    • Sehnervenpapille (Papillitis).
  • Kann als isolierte Episode oder als Manifestation einer multiplen Sklerose (MS) auftreten.1
  • Die Krankheit führt meist zu einer subakuten einseitigen Verschlechterung des Sehvermögens, es kann aber auch zum Verlust der Sehstärke auf beiden Augen kommen, gleichzeitig oder sequenziell.
  • Das Kardinalzeichen ist der Verlust des Sehvermögens mit mäßigen retrobulbären Schmerzen, die beim Bewegen der Augen stärker werden. 

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen