Primäres Offenwinkelglaukom (Glaucoma simplex)

Zusammenfassung

  • Definition: Eine chronisch progrediente optische Neuropathie, bei der eine Schädigung des Nervus opticus zu Gesichtsfeldausfällen bis hin zur Erblindung führt. Ursache unbekannt.
  • Häufigkeit: Die Prävalenz in Europa bei Personen zwischen 40–80 Jahren wird mit 2,51 % angegeben, im Alter zunehmende Häufigkeit.
  • Symptome: Die Erkrankung bleibt lange asymptomatisch, mit der Zeit jedoch zunehmende Gesichtsfeldausfälle.
  • Befunde: Bei der klinischen Untersuchung lassen sich nachweisen: Gesichtsfeldausfälle, exkavierte Papille (mehr als 2/3 des Papillendurchmessers) und in ca. 60 % der Fälle erhöhter Augeninnendruck.
  • Diagnostik: Fokussierte Anamnese und orientierende Untersuchung durch Hausarzt, bei Verdacht auf Glaukom bzw. erhöhtem Glaukomrisiko weiterführende Diagnostik bei einem Spezialisten.
  • Therapie: Individualisierte Therapie zur Senkung des Augeninnendrucks, bestehend aus Augentropfen, Lasertherapie und/oder Operation.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Eine progressive optische Neuropathie, bei der eine Schädigung der Ganglienzellen und der retinalen Axone im Nervus opticus zu Gesichtsfeldausfällen führt. Unbehandelt kann dies zum Tunnelsehen und zum Verlust des zentralen Sehens führen.1-2
  • Offenwinkelglaukome (Open Angle Glaucoma, OAG) weisen im Unterschied zum Engwinkelglaukom (Angle Closure Glaucoma, ACG) keinen verengten Kammerwinkel zwischen Iris und Cornea auf.
  • OAG tritt in der Regel bei Erwachsenen und in beiden Augen auf, jedoch oft asymmetrisch.
  • Häufige Assoziation mit erhöhtem Augeninnendruck (Intraocular Pressure, IOP) (≥ 22 mmHg)
  • Der Sehverlust bleibt oft lange unerkannt. Er ist irreversibel und schreitet fort.3

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen