Eisenmangelanämie

Zusammenfassung

  • Definition:Anämie, die durch Eisenmangel im Körper verursacht wird.
  • Häufigkeit:Betrifft etwa 10 % der europäischen Frauen im fertilen Alter (in Entwicklungsländern mehr als 50 %). Die Häufigkeit unter Männern ist weit niedriger.
  • Symptome: Müdigkeit, Schwindel, verminderte Leistungsfähigkeit, Konzentrationsschwäche, Herzklopfen, Schweratmigkeit, Brustschmerzen bei Anstrengung
  • Befunde: Blässe, Antriebslosigkeit, erhöhter Puls/Tachykardie und Kurzatmigkeit.
  • Diagnostik:Hb und Ferritin, evtl. andere Eisenparameter. 
  • Therapie:Eisensubstitution, Ursachenabklärung.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Eisenmangel
    • leere Eisendepots im Knochenmark
    • Nachweis meist aufgrund von folgenden Laborparametern:
  • Eisenmangelanämie
    • Eisenmangel + niedriger Hb-Wert1
    • Eisenmangel und Eisenmangelanämie gelten, bis zum Beweis des Gegenteils, als Ausdruck einer zugrunde liegenden Erkrankung.
  • Anämie wird definiert als:2
    • Hb < 11 g/dl (< 6,8 mmol/l) bei Schwangeren
    • Hb < 12 g/dl (< 7,4 mmol/l) bei Frauen im fertilen Alter
    • Hb < 13 g/dl (< 8,1 mmol/l) bei Männern und postmenopausalen Frauen.
  • Kinder haben je nach Alter unterschiedliche Grenzwerte:
    • Hb < 15 g/dl (< 9,3 mmol/l) bei der Geburt
    • Hb < 10,5 g/dl (< 6,5 mmol/l) im Alter von 1–23 Monaten
    • Hb < 11,5 g/dl (< 7,1 mmol/l) im Alter von 2–9 Jahren.
  • Konsequenzen 
    • Eine Eisenmangelanämie kann die Arbeitsfähigkeit bei Erwachsenen reduzieren3 und sich auf die motorische und geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswirken.4
      • Nachweislich beeinträchtigt ein Eisenmangel (auch ohne Anämie) die Kognition junger Mädchen4 und kann zur Antriebslosigkeit bei erwachsenen Frauen führen.
    • Eine Eisenmangelanämie kann das Seh- und Hörvermögen beeinträchtigen und ist mit einer leicht verminderten kognitiven Entwicklung bei Kindern assoziiert.5

Diagnostik

Therapie

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Illustrationen