Perniziöse Anämie

Zusammenfassung

  • Definition:Bezeichnet die megaloblastäre Anämie durch Vitamin-B12-Mangel, im engeren Sinne wird dieser Begriff nur bei der atrophischen Autoimmungastritis mit Antikörperbildung gegen Parietalzellen und den Intrinsic Factor verwendet, auch Morbus Biermer.
  • Häufigkeit:Selten bei jüngeren Menschen; ca. 1–10 % in der Altersgruppe 70 Jahre
  • Symptome:Blässe, verminderte Ausdauer, Tachykardie. Gleichzeitig Glossitis und neurologische Manifestationen wie Parästhesien und Ganganomalien aufgrund von Störungen im Vibrationssinn (fällt als Erstes aus) und in der Propriozeption.
  • Befunde:Neurologische Ausfälle, Glossitis, Rhagaden der Mundwinkel
  • Diagnostik:Niedriges Hb, niedriges Cobalamin (Vitamin B12), niedriges Holo-Transcobalamin (holo-TC), Methylmalonsäure MMA und Homocystein erhöht.
  • Therapie:Vitamin-B12-Injektionen i. m. oder s. c.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Perniziöse Anämie ist eine megaloblastäre Anämie, verursacht durch Mangel an Vitamin B12 (Cobalamin).
  • Im engeren Sinne wird dieser Begriff nur bei der atrophischen Autoimmungastritis mit Antikörperbildung gegen Parietalzellen und den Intrinsic Factor verwendet, auch Morbus Biermer.
  • Kann sich als neurologische, psychiatrische und hämatologische Störung manifestieren.1
  • Während ein schwerer Vitaminmangel einen dauerhaften neurologischen Schaden verursachen kann, sind frühe Manifestationen vage oder asymptomatisch.
  • Anämie wird wie folgt definiert:2
    • Hb < 11 g/dl für Schwangere
    • Hb < 12 g/dl für fertile Frauen
    • Hb < 13 g/dl für Männer und postmenopausale Frauen.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

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