Vitamin-B12-Mangel

Zusammenfassung

  • Definition:Mangel durch jahrelang unzureichende Zufuhr oder Resorption.
  • Häufigkeit:Ohne Substitution nahezu alle Veganer*innen. Bis zu 1/3 aller geriatrischen Patient*innen.
  • Symptome:Vielzahl von Symptomen möglich, u. a. Abgeschlagenheit, Parästhesien, Depression, Gangstörungen.
  • Befunde:Klinische Befunde können fehlen, im späten Stadium u. a. Anämiezeichen, Hunter-Glossitis und Hyperpigmentierung der Haut möglich.
  • Diagnostik:Laborchemische Stufendiagnostik; ggf. weitere Untersuchungen zur Ursachenfindung, z. B. ÖGD bei V. a. perniziöse Anämie.
  • Therapie:Bei schweren neurologischen Störungen parenterale Substitution, ansonsten hochdosierte orale Substitution.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Bekannt ist Vitamin B12 vor allem als kritischer Nährstoff für Veganer*innen, da es in ausreichenden Mengen nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt.1
    • Eine weitere stark betroffene Gruppe sind geriatrische Patient*innen.2
  • Ein Mangel ist eine häufige Ursache für eine megaloblastäre Anämie und verschiedene neuropsychiatrische Symptomen, besonders bei älteren Personen.3
  • Die Symptome können unspezifisch, aber irreversibel sein, sodass eine frühzeitige Diagnostik und Therapie notwendig sind.4
  • Bei einem Vitamin-B12-Serumspiegel < 200 pg/ml (147,6 pmol/l) und typischer Symptomatik ist ein Mangel gesichert und keine weitere Diagnostik nötig.5
  • Die megaloblastäre Anämie durch Vitamin-B12-Mangel bezeichnet man auch als perniziöse Anämie (Morbus Biermer).
    • Im engeren Sinne wird dieser Begriff nur bei der atrophischen Autoimmun-Gastritis mit Antikörperbildung gegen Parietalzellen und den Intrinsic Factor verwendet.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle 

Patienteninformationen