Chronische lymphatische Leukämie (CLL)

Zusammenfassung

  • Definition:B-lymphozytisches Non-Hodkin-Lymphom mit leukämischem Verlauf. Maligne Bluterkrankung, die  sich im Anschluss an eine Phase mit monoklonaler B-Lymphozytose entwickelt. Die Ursache ist unbekannt, es besteht jedoch eine familiäre Disposition.
  • Häufigkeit:Häufigste Leukämieform, in Deutschland erkranken pro Jahr etwa 3.000 Männer und 2.000 Frauen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 72 Jahren (Männer) bzw. 75 Jahren (Frauen).
  • Symptome: Die meisten Patienten sind zum Diagnosezeitpunkt asymptomatisch. Neben Allgemeinsymptomen wie Müdigkeit, Leistungsschwäche und B-Symptomatik können Druckgefühl im Oberbauch oder thorakale Beschwerden auftreten.
  • Befunde:Beim ersten Auftreten sind oft schmerzlose Lymphknotenschwellungen sowie vergrößerte Leber und Milz festzustellen. Blässe (Anämie) oder Blutungszeichen (Thrombozytopenie) sind Anzeichen einer fortgeschrittenen Erkrankung.
  • Diagnostik:Diagnostische Kriterien sind: 1.) Nachweis von > 5.000 B-Lymphozyten/μl 2.) charakteristischer Befund im peripheren Blutausstrich 3.) charakteristischer Immunphänotyp. 
  • Therapie:Stadieneinteilung nach Binet vor Therapieentscheidung. Bei asymptomatischen Patienten im Binet Stadium A oder B „Watch and Wait“. Bei Binet-Stadium C oder aktiver Erkrankung im Stadium A/B kombinierte Chemo- und CD20-Antikörpertherapie. Neuerdings auch Tyrosinkinase- und PI3K-Inhibitoren als Option. Für die Therapieentscheidung im Einzelnen sind auch körperliche Fitness und genetische Risikofaktoren von Bedeutung. Bei Hochrisiko-CLL evtl. allogene Stammzelltransplantation (einzig kurative Option). 

Allgemeine Informationen

Definition

  • B-lymphozytisches Non-Hodgkin-Lymphom (B-NHL) mit leukämischem Verlauf
    • unreife Lymphozyten vor allem im Blut (und Knochenmark)
    • Gegensatz zu anderen B-NHL mit vorwiegendem Befall von Lymphknoten und Milz
  • Vor dem Übergang in die chronisch-lymphatische Leukämie (CLL) besteht eine Phase mit monoklonaler B-Lymphozytose.
    • monoklonale B-Lymphozytose in der Allgemeinbevölkerung bei ca. 0,5–5 %, steigende Prävalenz mit dem Alter1
    • Übergang in CLL oder anderes malignes Lymphom bei 1–2 % jährlich
  • Diagnosestellung der CLL bei:
    • anhaltender B-Lymphozytose > 5.000/μl im Blut und
    • charakteristischem Befund im Blutausstrich und
    • charakteristischem Immunphänotyp .

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Nachsorge beim Hausarzt

Patienteninformationen

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