Monoklonale Gammopathie

Allgemeine Informationen

Definition

  • Unter monoklonaler Gammopathie versteht man eine Vermehrung monoklonaler Immunglobuline oder deren Teile (Leicht- oder Schwerketten).
  • Sie entsteht durch unkontrollierte Vermehrung eines immunkompetenten B-Lymphozyten.
  • Zu den Proteinen, die im Rahmen einer monoklonalen Gammopathie vermehrt auftreten, zählen:1
    • vollständige Immunglobulinmoleküle einer Klasse und eines Typs (z. B. Kappa-IgG )
    • freie Leichtketten des Typs Kappa oder Lambda (Bence-Jones-Proteine)
    • eine Kombination von Immunglobulinmolekülen und freien Leichtketten
    • freie Schwerketten (z. B. Gamma-, Alpha-, My-Kette)
    • unterschiedliche Immunglobulinmoleküle, z. B. di-tri-multiklonale Gammopathie.
  • M-Protein und M-Komponente beschreiben den Befund des monoklonalen Proteins (M steht für monoklonal).
  • MGUS ist die Abkürzung für monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz.
    • definiert durch den laborchemischen Nachweis kompletter oder inkompletter, monoklonaler Immunglobuline im Serum von Personen ohne klinische Symptomatik und ohne Krankheitswert2
    • Zustand mit erhöhtem Risiko für die Entstehung eines multiplen Myeloms oder anderer lymphoproliferativer Malignome (Morbus Waldenström, Non Hodgkin-Lymphom) oder einer Amyloidose3
      • Eine MGUS gilt als gesicherte Präkanzerose für die Entwicklung eines multiplen Myeloms.2

Differenzialdiagnosen

Anamnese

Klinische Untersuchung

Ergänzende Untersuchungen

Maßnahmen und Empfehlungen

Patienteninformationen