Postoperative Wundinfektion

Zusammenfassung

  • Definition: Postoperative Wundinfektionen werden in oberflächliche, tiefe und Infektionen der inneren Organe oder Hohlräume unterteilt.
  • Häufigkeit: Die nationale Prävalenzstudie (2011) zeigt eine Häufigkeit nosokomialer Infektionen von 3,8 % der Patienten, davon rund 25 % postoperative Wundinfektionen.
  • Symptome: Normalerweise liegen lokale Symptome wie Schmerzen, Schwellungen, Erytheme, eine erhöhte Temperatur und evtl. eitriger Ausfluss vor.
  • Befunde: Rötung, Schwellung und Wärmeanstieg im Wundbereich, evtl. auch Sekretion.
  • Diagnostik: Hb, BSG, CRP, Leukozyten, bakteriologische Untersuchung.
  • Therapie: Die Behandlung besteht aus einem chirurgischen Eingriff und der Drainage, evtl. werden Antibiotika verabreicht. Wichtig sind insbesondere Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von postoperativen Wundinfektionen. 

Allgemeine Informationen

Definition

  • Chirurgische Wunden werden immer durch Bakterien kolonisiert, auch durch potenziell pathogene. Dadurch kann es nach einer Operation zur Wundinfektion kommen.
  • Postoperative Wundinfektionen werden unterteilt in:
    • Oberflächliche postoperative Wundinfektionen, die die Haut und das subkutane Gewebe bis zur Muskelfaszie umfassen.
    • Tiefe postoperative Wundinfektionen, die außerdem die Faszie und evtl. auch die Muskulatur umfassen.
    • postoperative Infektionen der inneren Organe oder von Hohlräumen.
  • Bei nur leichten oberflächlichen Anzeichen einer Infektion ist die lokale Wundversorgung in der Regel ausreichend.
  • Bei ausgeprägten oberflächlichen und/oder tiefen Infektionen oder bei systemischen Auswirkungen werden Antibiotika verabreicht.
  • Bei Infektionen der inneren Organe/Körperhöhlen, bei Implantaten oder der Entwicklung einer persistierenden Weichteilinfektion/nekrotisierenden Infektion sind Antibiotika erforderlich.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen