Diabetes, gastrointestinale Komplikationen

Zusammenfassung

  • Definition:Die gastrointestinale autonome diabetische Neuropathie (ADN) kann zu Dysfunktionen von gastrointestinaler Motilität, Sekretion und Resorption führen, die sich an allen Abschnitten des Gastrointestinaltrakts manifestieren können. Wesentliche Faktoren, die das Auftreten einer ADN begünstigen, sind Diabetesdauer und Höhe des HbA1c.
  • Häufigkeit:Magenentleerungsstörung kommen bei bis zu 30–50% aller Personen mit Diabetes vor, Oberbauchbeschwerden bei 5–10%, Durchfall bei bis zu 20%. Insgesamt ist dies etwas häufiger als bei Personen ohne Diabetes.
  • Symptome:Dysphagie, Bauchchmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Stuhlinkontinenz.
  • Befunde:Evtl. postprandiale Hypoglykämie.
  • Diagnose:Symptomorientierte Diagnostik des Gastrointestinaltraktes.
  • Behandlung:Symptomorientierte Behandlung und an die individuelle Situation des Patienten angepasste Diabeteseinstellung.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Störungen im gastrointestinalen Bereich wie Gastroparese und intestinale Enteropathie (Oberbauchbeschwerden, Obstipation, Diarrhoe, Stuhlinkontinenz) sind Folgen der autonomen diabetischen Neuropathie (ADN) bei langdauerndem Diabetes mellitus und eine Funktion eines dauerhaft erhöhten HbA1c. Sie können sich an allen Abschnitten des Gastrointestinal-Traktes manifestieren.
  • Zu den gastrointestinalen Komplikationen des Diabetes wird häufig auch die nicht-alkoholische Fettleberkrankheit (NAFLD) gezählt.1 Allerdings ist - bei wechselseitiger Assoziation in Hinblick auf Inzidenz und Prognose2 - die pathogenetische Beziehung bisher nicht geklärt.3 Auf die NAFLD wird deshalb in dieser Stelle nicht eingegangen.

Diagnostik

Diagnostik nach Symptomen

Therapie

Verlaufskontrolle

Patienteninformation