Diabetische Ketoazidose

Zusammenfassung

  • Definition:Die diabetische Ketoazidose ist eine schwere, z. T. lebensbedrohliche Komplikation beim Diabetes, die sich durch Hyperglykämie, Ketose und Azidose auszeichnet.
  • Häufigkeit:Die diabetische Ketoazidose tritt v. a. auf bei Erstmanifestation eines Typ-1-Diabetes-mellitus (in 20‒25 % der Fälle), Unterbrechung einer laufenden Insulintherapie, akuten Begleiterkrankungen.
  • Symptome:Symptome sind zunehmender Durst und häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, tiefe Atemzüge (Kußmaul-Atmung), Bauchschmerzen, gesteigerter Appetit und Sehstörungen.
  • Befunde:Klinische Befunde können Bewusstlosigkeit, Hyperventilation, Azetongeruch aus dem Mund und Dehydrierung sein.
  • Diagnostik:Biochemische Werte wie Glukose, Elektrolyte, Säure-Basen-Status und Ketone werden gemessen.
  • Therapie:Es handelt sich um einen Notfall, eine umgehende Einweisung ist indiziert. Die Behandlung besteht aus Flüssigkeitszufuhr, Gabe von Insulin, Kalium und ggf. Bicarbonat.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die diabetische Ketoazidose (DKA) ist eine Stoffwechselentgleisung aufgrund eines absoluten oder relativen Insulinmangels und konsekutiver Verstoffwechselung von Fettsäuren, die mit oder ohne hyperosmolarer Diurese und somit auch ohne massive Hyperglykämie entstehen kann.1
  • Das Spektrum der Erkrankung reicht von einer leichten ketoazidotischen Stoffwechselentgleisung bis hin zur schwersten diabetischen Ketoazidose mit diabetischem Koma.1
  • Eine diabetische Ketoazidose tritt vor allem bei Patienten mit Typ-1-Diabetes auf. Etwa 20‒25 % aller Menschen mit Typ-1-Diabetes manifestieren sich initial klinisch mit einer Ketoazidose.2
  • Eine DKA bei Menschen mit Typ-2-Diabetes ist eine eher atypische Stoffwechseldekompensation, die bei schweren Infektionen, unter massivem Alkoholabusus mit und ohne Metformintherapie und bei ausgeprägtem Insulinmangel diagnostiziert werden kann.2

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen