Diabetische Nephropathie

Zusammenfassung

  • Definition: Unter dem Begriff der mit Diabetes mellitus assoziierten Nierenerkrankung werden verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst, die bei unzureichender Behandlung in eine Niereninsuffizienz münden können. Die diabetische Nephropathie ist eine progrediente  Angiopathie der Glomerula durch eine diabetische Stoffwechselstörung. Sie umfasst die direkten Folgeerkrankungen der Glomerula durch die diabetische Stoffwechselstörung und andere Nierenerkrankungen als Hochdruckfolge.
  • Häufigkeit:Sie wird von 20–40 % aller Patienten mit Diabetes (definiert ab Mikroalbuminurie) im Krankheitsverlauf entwickelt. Das Risiko ist bei beiden Krankheitsgruppen – Typ-1- wie Typ-2-Diabetes – gleich.
  • Symptome: Nur die Diabetes-bedingten Symptome
  • Befunde:Keine spezifischen Befunde über Diabetes und andere Komplikationen von Diabetes hinaus.
  • Diagnose:Die Mikroalbuminurie wird definiert als eine Albuminausscheidung von 20–200 mg/l, bzw. 30–300 mg/24h (24-Stunden-Urinsammlung). Ebenfalls ein Maß für die Albuminausscheidung ist die Albumin-Kreatinin-Ratio (AKR) in mg/g Kreatinin.
  • Behandlung:Die Primärprävention beinhaltet eine gute Einstellung des Blutzuckers sowie der Hypertonie. Bei der Sekundärprävention ist außerdem die Kontrolle von Hyperlipidämie, und dass der Patient mit dem Rauchen aufhört, wichtig.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Unter dem Begriff der mit Diabetes mellitus assoziierten Nierenerkrankung werden verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst, die sich zwar hinsichtlich der Ätiologie und Pathogenese unterscheiden, jedoch bei unzureichender Behandlung in eine Niereninsuffizienz münden können.1
  • Die diabetische Nephropathie ist eine progrediente  Angiopathie der Glomerula durch eine diabetische Stoffwechselstörung. Sie umfasst die direkten Folgeerkrankungen der Glomerula durch die diabetische Stoffwechselstörung und andere Nierenerkrankungen als Hochdruckfolge.1
  • Die Frühform der Veränderung bei einer diabetischen Nephropathie (DNP) geht mit einer Albuminurie oder Proteinurie einher und ist durch strikte Blutglukose- und Blutdruckkontrollen vermeidbar oder teilweise langfristig reversibel.1
  • Eine Mikroalbuminurie wird definiert als eine Albuminausscheidung im Urin von 20–200 mg/l.
  • Eine Makroalbuminurie liegt vor bei einer Albuminausscheidung > 200 mg/l.
  • Die Klassifikation der Nierenerkrankungen bei Diabetes umfasst folgende Stadien bei Nierenschädigung mit normaler Nierenfunktion:1

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen