Hyperglykämisches hyperosmolares Syndrom

Zusammenfassung

  • Definition:Das hyperglykämische hyperosmolare Syndrom (HHS) ist eine schwere, lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung mit extremer Hyperglykämie, ausgeprägter Hyperosmolarität und osmotischer Diurese. Auslöser sind schwere Begleiterkrankungen, z. B. Infektionen.
  • Häufigkeit:Etwa 1 von 500 Diabetikern. Kommt vor allem bei älteren Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 vor.
  • Symptome:Durst, Polydipsie, Polyurie, Gewichtsverlust, Schwäche, Lethargie, Delir.
  • Befunde:Hypotonie, Tachykardie, Bewusstseinstrübung bis zum Koma, Nierenversagen, fokale oder generalisierte Krampfanfälle.
  • Diagnostik:Plasmaglukose von über 600 mg/dl  bis weit über 1.000 mg/dl (bzw. 33,3 bis weit über 55,5 mmol/l) , erhöhte Osmolalität.
  • Therapie:Die Behandlung erfolgt durch Wiederherstellung des Flüssigkeitshaushalts und Behebung der Elektrolytstörungen, Normalisierung des Blutzuckerspiegels und Behandlung der auslösenden Ursache.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Synonyme: hyperosmolare Hyperglykämie, hyperglykämisches Koma, hyperosmolares Koma, nonketotisches Koma1
  • Das klassische hyperglykämische hyperosmolare Syndrom (HHS) stellt eine lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung dar, die in allen Altersgruppen vorkommt2, besonders häufig aber bei älteren Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2.3
  • Eine hyperosmolare hyperglykämische Erkrankung zeichnet sich durch ausgeprägte Dehydrierung, erhebliche Hyperglykämie mit schwacher oder nicht vorhandener Ketose und häufig zu einem gewissen Grad neurologische Störungen aus.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen