Typ-1-Diabetes

Zusammenfassung

  • Definition:Beim Typ-1-Diabetes werden die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse durch einen Autoimmunprozess zerstört, sodass sich ein absoluter Insulinmangel und eine chronische Hyperglykämie entwickeln.
  • Häufigkeit:Die Prävalenz des Typ-1-Diabetes beträgt in Mitteleuropa etwa 0,3 %. Die Inzidenz liegt in Deutschland bei 15 Fällen pro 100.000 Einwohner pro Jahr.
  • Symptome:Typische Symptome zu Beginn der Erkrankung sind reduzierter Allgemeinzustand, Polyurie, Durst und Gewichtsverlust.
  • Befunde:Die klinischen Befunde richten sich nach dem Blutzuckerspiegel. Eine ausgeprägte Hyperglykämie ist durch Hyperventilation, Azetongeruch und Bewusstseinstrübung bis hin zum Koma gekennzeichnet. Bei ausgeprägter Hypoglykämie sind Unruhe, vermehrtes Schwitzen, ein erhöhter Puls, Palpitationen, Stimmungsschwankungen, Hunger und ein relativ schneller Verlust des Bewusstseins sowie Krämpfe zu beobachten.
  • Diagnostik:Die wichtigsten Tests sind die Ermittlung des Blutzuckerspiegels, des HbA1c-Wertes und auf Typ-1-Diabetes hinweisender Antikörper.
  • Therapie:Insulintherapie unter Anpassung der Ernährung.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Der Diabetes mellitus im Allgemeinen ist eine chronische Stoffwechselerkrankung mit vielfältigen Ursachen, die durch eine chronische Hyperglykämie und Störungen des Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsels gekennzeichnet ist. Der Diabetes wird durch eine gestörte Insulinausschüttung, eine eingeschränkte Wirkung des Insulins oder eine Kombination von beidem hervorgerufen.
    • Unterschiedliche Subtypen des Diabetes werden unterschieden.1
  • Der Typ-1-Diabetes ist gekennzeichnet durch eine progrediente Zerstörung der insulinproduzierenden Beta-Zellen in den Langerhansschen Inseln des Pankreas.1
    • Ein absoluter Insulinmangel entwickelt sich individuell unterschiedlich entweder fulminant innerhalb weniger Monate oder aber in einem eher chronisch regulierten Verlauf über Jahre, der dann mit den klassischen Symptomen Polyurie, Polydipsie,
      Ketoazidose und Gewichtsverlust einhergeht.
  • Die Betazellen der Bauchspeicheldrüse werden beim Typ-1-Diabetes durch einen Autoimmunprozess zerstört.
  • Der Typ-1-Diabetes tritt bevorzugt in jüngeren Lebensjahren auf, kann sich jedoch auch im späteren Lebensalter manifestieren.
  • Die Definition des Typ-1-Diabetes schließt auch Patienten ein, die zunächst klinisch häufig als Typ-2-Diabetes diagnostiziert werden und dann entweder bei Diagnosestellung oder erst viele Jahre später auf Grund eines positiven Insel-Autoantikörpers die Diagnose LADA (Latent Autoimmune Diabetes in the Adults) erhalten.1
    • Der Begriff LADA ist explizit keine eigenständige diagnostische Entität.
    • Patienten mit LADA findet man etwa 3 x häufiger als klassische Patienten mit Typ-1-Diabetes im mittleren Lebensalter.
    • Bei bis zu 10 % der vorerst als Typ-2-Diabetes diagnostizierten Patienten zwischen 30 und 70 Jahren finden sich Inselzell-Autoantikörper, vor allem GADA (Autoantikörper gegen Glutamat-Decarboxylase der B-Zelle).
    • Die Definition eines LADA bleibt auch heute noch unscharf, da er ein phänotypisches Mischbild innerhalb eines autoimmunen
      Spektrums darstellt. 

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Diabetes und Straßenverkehr

Patienteninformationen

Illustrationen