Hyperkaliämie

Zusammenfassung

  • Definition: Serum-Kalium über 5,5 mmol/l, in der Regel verursacht durch verminderte Kalium-Ausscheidung über die Nieren oder akute Stresssituationen des Körpers. Schwere Hyperkaliämie: > 6,5 mmol/l.
  • Häufigkeit: Relativ selten in der Hausarztpraxis, häufiger in Krankenhäusern, in denen die Prävalenz mit 1–10 % angegeben wird.
  • Symptome: Die markantesten Symptome sind Muskelschwäche und gelegentlich schlaffe Lähmung. Gefahr des Kreislaufstillstands bei schwerer Hyperkaliämie.
  • Befunde: Die klinischen Befunde sind Muskelschwäche mit dem Verlust von Sehnenreflexen, dazu leichte bis stärkere Lähmungserscheinungen.
  • Diagnostik: Ergänzende Untersuchungen sind das Messen der Elektrolyte, Nierenfunktion, Säure-Basen-Status, EKG.
  • Therapie: Richtet sich nach der Ursache und der Höhe des Serum-Kaliums und zielt darauf ab, das Kalium intrazellulär zu binden (akut) und über die Nieren auszuscheiden (im weiteren Verlauf). Reanimation bei Kreislaufstillstand.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Serum-Kalium über 5,5 mmol/l, schwere Hyperkaliämie mit Gefahr des Kreislaufstillstands: > 6,51
  • Ein erhöhter Kaliumwert ist ein recht häufiger und potenziell lebensbedrohlicher Zustand, der vorwiegend Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz oder anderen Erkrankungen betrifft, die die renale Ausscheidung von Kalium reduzieren.
  • Bei diesen Patienten wird eine akute Hyperkaliämie durch Stresssituationen ausgelöst, wie z. B. eine andere Krankheit, durch Dehydrierung oder auch Medikamente, die die Kalium-Homöostase beeinflussen.2
  • Hyperkaliämie tritt häufig in Verbindung mit metabolischer Azidose auf; dies führt zur Freisetzung von intrazellulärem Kalium in den extrazellulären Raum.2

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen