Osteoporose

Zusammenfassung

  • Definition: Systemische Skeletterkrankung, die aufgrund niedriger Knochenmasse und Veränderungen der Mikroarchitektur des Knochens zu vermehrter Knochenbrüchigkeit und erhöhtem Frakturrisiko führt.
  • Häufigkeit: Häufig. In Deutschland haben 15 % der postmenopausalen Frauen im Alter von 50–60 Jahren und 5 % der Männer im Alter von über 50 Jahren eine diagnostizierte Osteoporose. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko noch deutlich an.
  • Symptome: Oberschenkelhals- oder Armfraktur bei älteren Personen; Wirbelkörperfrakturen mit oder ohne Schmerzen, andere Frakturen bei inadäquatem Trauma.
  • Befunde: Körpergrößenverlust von mehr als 2 cm kurzfristig oder insgesamt mehr als 5–10 cm. Typischer Habitus.
  • Diagnostik: Röntgen zum Nachweis der Fraktur; DXA-Messung zum Nachweis der Osteoporose, Anamnese und Labor zur Ursachenabklärung.
  • Therapie: Angepasste körperliche Aktivität, ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D, Vermeidung von Untergewicht und Rauchverzicht. Ggf. Medikamente (v. a. Bisphosphonate) bei manifester Osteoporose oder hohem Frakturrisiko.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch eine niedrige Knochenmasse und eine mikroarchitektonische Verschlechterung des Knochengewebes charakterisiert ist, mit einem konsekutiven Anstieg der Knochenfragilität und der Neigung zu Frakturen.2
    • Sind bereits Frakturen als Folge der Osteoporose aufgetreten, liegt eine manifeste Osteoporose vor.
      • Viele dieser Frakturen ließen sich durch eine konsequentere Umsetzung von Empfehlungen zu Prävention und Therapie vermeiden.
    • Eine Osteopenie charakterisiert eine milde/beginnende Osteoporose.
    • Bei einer Osteomalazie kommt es im Gegensatz dazu nur zu einer reduzierten Mineralisierung bei intakter Knochenmatrix.
  • Die klinische Bedeutung der Osteoporose liegt im Auftreten von Knochenbrüchen und deren Folgen.2
  • Die Diagnose einer Osteoporose kann nur im Gesamtkontext und nicht allein aufgrund eines pathologischen (DXA-)Messwerts gestellt werden.2
  • Vornehmlich kommt es zu Frakturen im Bereich der Wirbelsäule, des Oberschenkelhalses und der Arme. 
    • Die nichtvertebralen Frakturen sind überwiegend sturzbedingt.2
    • Die Wirbelkörperbrüche treten z. T. unter Alltagstätigkeiten auf. Sie sind bei älteren Personen aber ebenfalls oft sturzbedingt.2
  • Man unterscheidet die primäre von den sekundären Osteoporosen, wobei Letztere aufgrund einer anderen Grundkrankheit auftritt. 

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Illustrationen