Hyperparathyreoidismus

Zusammenfassung

  • Definition:Eine Überproduktion von Parathormon. Es werden ein primärer, sekundärer und (seltener) tertiärer Typ unterschieden. Beim primären HPT ist die Parathormonüberproduktion autonom. Beim sekundären HPT liegt eine Erkrankung zugrunde, die mit einer Hypokalzämie einhergeht und die PTH-Produktion reaktiv steigert. Beim tertiären Typ entwickelt sich aus einem unbehandelten, lange bestehenden sekundären Typ zusätzlich eine autonome Überproduktion.
  • Häufigkeit:Die Prävalenz des primären HPT wird in der Allgemeinbevölkerung auf etwa 1–4/1.000 beziffert. Der sekundäre HPT ist deutlich häufiger und abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung.
  • Symptome:Die meisten Patienten (> 70 %) mit primärem HPT sind zum Zeitpunkt der Diagnose asymptomatisch. Diese wird meist infolge des Nachweises eines erhöhten Kalziumspiegels gestellt. Unspezifische Symptome wie Müdigkeit und Reizbarkeit können auftreten. 
  • Befunde:In der Regel gibt es nur wenige klinische Befunde: Anämie, Hypertonie, Nierensteine und Kalkablagerungen in Haut und Hornhaut sind möglich.
  • Diagnostik:Bestimmung des Kalziums im Serum und Urin und des Parathormons im Serum, die beim primären Hyperparathyreoidismus jeweils erhöht sind. Bildgebende Verfahren zur genaueren Lokalisationsdiagnostik.
  • Therapie:Die operative Therapie stellt die einzige kurative Maßnahme bei symptomatischem primärem Hyperparathyreoidismus dar. Wenn keine Operation möglich oder erwünscht ist, stehen bei oligosymptomatischen Patienten medikamentöse Alternativen zur Verfügung. Dann ist eine engmaschige Kontrolle der Laborparameter essenziell. Beim sekundären Hyperparathyreoidismus sollte vorrangig die Ursache (Vitamin-D-Mangel, Niereninsuffizienz, Malabsorption u. a.) behandelt werden. 

Allgemeine Informationen

Definition

  • Ein Hyperparathyreoidismus (HPT) beruht auf einer chronischen PTH-Übersekretion, die primär (autonom) oder als Folge einer mit Hypokalzämie einhergehenden Grundkrankheit auftritt (z. B. chronische Niereninsuffizienz).1
  • Primärer Hyperparathyreoidismus (pHPT)
    • Dieser ist durch eine autonome Überproduktion des Parathormons gekennzeichnet.
    • Ihm liegt ein meist solitäres Adenom der Nebenschilddrüsen zugrunde. 
    • Er stellt in der medizinischen Primärversorgung die häufigste Ursache einer Hyperkalzämie dar.2
    • In vielen Fällen treten vorerst keine oder nur geringe Symptome auf.3-4
    • Ein primärer HPT tritt sporadisch oder familiär auf, kann aber ebenso im Rahmen einer multiplen endokrinen Neoplasie vorkommen.1
  • Sekundärer Hyperparathyreoidismus (sHPT)
    • Dieser entsteht zur Kompensation einer anhaltenden Hypokalzämie und ist durch eine Hyperplasie der Nebenschilddrüsen und eine vermehrte Produktion des Parathormons (PTH) gekennzeichnet.
    • Ein Hyperparathyreoidismus kann auch medikamenteninduziert sein (z. B. durch Lithium oder Thiaziddiuretika).
  • Tertiärer Hyperparathyreoidismus (tHPT)
    • Dabei kommt es infolge einer anhaltenden Hypokalzämie zur Bildung eines Adenoms und einer vermehrten PTH-Sekretion.
    • heutzutage selten

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Illustrationen