Hypoparathyreoidismus

Zusammenfassung

  • Definition: Der Hypoparathyreoidismus ist durch eine erniedrigte Konzentration des Parathormons (PTH) gekennzeichnet und führt zu einer Hypokalzämie und Hyperphosphatämie.
  • Häufigkeit: Die Erkrankung ist selten. Sie tritt angeboren oder erworben nach Bestrahlungen am Hals und Operationen an Schilddrüse/Nebenschilddrüsen auf.
  • Symptome: Bei akutem Krankheitsbild: Muskelkrämpfe, Irritabilität, Karpopedalspasmen und Konvulsionen. Das chronische Bild kann durch Lethargie, Persönlichkeitsveränderungen, Angstsymptome, Kataraktbildung und mentale Retardierung gekennzeichnet sein.
  • Befunde: Ein positives Chvostek- und Trousseau-Zeichen können feststellbar sein.
  • Diagnostik: Weitere Untersuchungen: Kalzium, Phosphat, Vitamin D und PTH im Serum sowie Kalzium im Urin bestimmen.
  • Therapie: Zufuhr von Kalzium und Vitamin-D-Präparaten. Die Verabreichung von rekombinanten PTH s. c. erfolgt bislang nur im Rahmen von Studien.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Der Hypoparathyreoidismus (HP) bezeichnet eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen.1
  • Er ist durch eine erniedrigte Konzentration des Parathormons (PTH) gekennzeichnet und führt zu einer Hypokalzämie.2
  • Auftreten
    • erworben, als Folge einer Schilddrüsenoperation oder Strahlenbehandlung am Hals1,3
    • Angeboren, seltene Erkrankung, bei der die Nebenschilddrüsen fehlen oder atrophiert sind, autoimmune Schädigung, Mutation im Kalzium-Rezeptor oder aufgrund unbekannter Genese.
  • Man unterscheidet den sekundären HP, der auf eine Schädigung der Nebenschilddrüsen zurückzuführen ist, vom primären HP, der auf unterschiedliche genetische Ursachen zurückzuführen ist.
    • Der primäre HP wird autosomal-dominant vererbt und beruht auf Störungen der Rezeptor- oder Postrezeptorfunktionen.1
  • Beim Pseudohypoparathyreoidismus besteht im Gewebe eine herabgesetzte Sensitivität gegenüber dem PTH.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen