Subklinische Hyperthyreose

Zusammenfassung

  • Definition: Eine subklinische Hyperthyreose liegt vor bei TSH-Werten unterhalb des Referenzbereichs (< 0,27 µIU/ml) und FT4- und FT3-Werten noch innerhalb des Referenzbereich. Die Patienten haben in der Regel keine offensichtlichen Symptome einer Hyperthyreose.
  • Häufigkeit: Die Häufigkeit liegt bei 0,6–12,4 %, wobei genaue Zahlen für Deutschland fehlen. 
  • Symptome: Auch wenn die Erkrankung per definitionem keine Symptome hervorbringt, können Symptome und Anzeichen einer Hyperthyreose auftreten.
  • Befunde: Der klinische Befund ist in der Regel normal, es ist jedoch auf eine Struma zu achten.
  • Diagnostik: TSH, FT4 und Schilddrüsenantikörper.
  • Prognose: Die meisten Patienten gehen aus einer subklinischen Hyperthyreose nicht in eine manifeste Hyperthyreose über. Die subklinische Hyperthyreose wird jedoch als Risikofaktor für die Entwicklung einer Osteoporose und des Vorhofflimmern angesehen.
  • Therapie: Es ist immer die klinische Gesamtsituation zu berücksichtigen, ob ein Patient von einer (thyreostatischen) Behandlung profitiert. Eine Behandlung wird bei symptomatischen Patienten, älteren Patienten und bei Vorliegen einer Osteoporose oder Herzerkrankung favorisiert, vor allem bei supprimiertem TSH. Wenn die Patienten beschwerdefrei und die TSH-Werte nur leicht erniedrigt sind, ist eine Behandlung meist nicht indiziert und allenfalls bei manifesten Herzerkrankungen zur Verhinderung eines Vorhofflimmerns zu erwägen.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Eine subklinische Hyperthyreose liegt vor, wenn das TSH unterhalb des Referenzbereichs liegt, das Thyroxin (T4) und das Trijodthyronin (T3) (noch) normal sind und die Patienten keine offensichtlichen Symptome einer Hyperthyreose zeigen.1
    • TSH-Normwerte: 0,27–4,2 µIU/ml
  • Abzugrenzen ist die klinisch manifeste Hyperthyreose mit erniedrigten TSH-Werten und erhöhten freien Hormonen. 
  • Es können vage, unspezifische Symptome und Anzeichen einer Hyperthyreose vorliegen.
  • Es ist zwischen einer endogenen und einer exogenen Ursache (Thyroxinbehandlung) zu unterscheiden.
  • Die subklinische Hyperthyreose ist primär eine Labordiagnose und ihre Relevanz ist umstritten. Nicht alle Patienten, bei denen ein derartiger Befund vorliegt, müssen zwingend an einer zugrunde liegenden Schilddrüsenerkrankung leiden2, und lediglich bei einer geringen Zahl entwickelt sich eine klinisch manifeste Hyperthyreose.3-4

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle