Hyperthyreose

Zusammenfassung

  • Definition: Erkrankungen, bei denen die Menge an zirkulierenden Schilddrüsenhormonen erhöht ist. Häufigste Ursache: autoimmune Stimulation der Schilddrüse (Morbus Basedow) und autonome Adenome der Schilddrüse.
  • Häufigkeit:Der Morbus Basedow tritt mit einer Inzidenz von 0,1–1,8 % in Deutschland auf. Frauen sind deutlich häufiger betroffen, Krankheitsbeginn meist im mittleren Alter; aber auch Kinder und ältere Menschen sind betroffen. Genaue Häufigkeitsangaben zu anderen Formen der Hyperthyreose, inklusive autonomer Adenome, fehlen.
  • Symptome: Hyperthyreose: Palpitationen, Müdigkeit, Nervosität, Tremor, Gewichtsabnahme trotz guten Appetits, vermehrtes Schwitzen und Wärmeintoleranz. Evtl. lokale Kompressionssymptome bei großen Strumen. Endokrine Orbitopathie mit Augensymptomen beim M. Basedow möglich.
  • Befunde: Rastloser Patient mit Tachykardie, ggf. Vorhofflimmern, lebhaften Reflexen, vermehrtem Schwitzen, evtl. vergrößerter Schilddrüse. Merseburger Trias beim M. Basedow: Exophtalmus, Struma, Tachykardie.
  • Diagnostik: Erniedrigter TSH- und erhöhter FT4-Wert, evtl. Antikörper positiv (TRAK, anti-TPO). Weitere Diagnostik wie Entzündungsparameter und Blutbild je nach Differenzialdiagnose.
  • Therapie: Betablocker (symptomatisch). Reduktion der Hormonproduktion mittels Thyreostatika. Radiojodtherapie oder operative Verfahren.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Synonym: Schilddrüsenüberfunktion
  • Die Genese ist vielgestaltig.2-4
    • Der Morbus Basedow ist die häufigste Ursache der Schilddrüsenüberfunktion bei jüngeren Menschen.
    • das autonome Adenom, eher im höheren Alter
    • jod- bzw. medikamentös-induziert (Kontrastmittel, Amiodaron)
    • Frühphase einer Autoimmunthyreoiditis Hashimoto, transient
    • TSH-produzierende Hypophysenadenome (selten)
    • Hyperthyreosis factitia, durch Einnahme größerer Mengen L-Thyroxin 
    • bei Kindern zudem: G-Protein-assoziierte Schilddrüsen-Defekte, konstitutiv aktivierende Mutationen des TSH-Rezeptors (häufig familiär)
  • Bei der Hyperthyreose ist die Menge der zirkulierenden freien Schilddrüsenhormonen, Thyroxin (FT4) und/oder Trijodthyronin (FT3), erhöht.
    • Eine klinisch manifeste Hyperthyreose wird international auch als Thyreotoxikose bezeichnet.5-6
  • TSH-Normwerte: 0,27–4,2 µIU/ml7
    • Enger gefasste Grenzwerte bis max. 2,5 µIU/ml haben sich in der Praxis nicht bewährt.
  • Biochemische Definition der manifesten Hyperthyreose
  • Eine latente, subklinische Hyperthyreose besteht bei einem TSH-Wert < 0,27 µIU/ml und FT4- und FT3-Werten noch innerhalb des Referenzbereichs.8
    • meist bei Schilddrüsenautonomie oder manchmal im Verlauf eines M. Basedow auftretend9

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Illustrationen