Thyreoiditis

Zusammenfassung

  • Definition: Als Thyreoiditis werden akut oder chronisch entzündliche Veränderungen der Schilddrüse bezeichnet, die verschiedene Ursachen haben können.
  • Häufigkeit: Je nach Ursache eine häufige Erkrankung der Schilddrüse (z. B. Hashimoto) bis hin zu Einzelfällen (Riedel-Thyreoiditis).
  • Symptome: Die Symptome hängen von der Genese der entzündlichen Veränderungen ab.
  • Befunde: Als klinische Befunde können eine vergrößerte, manchmal schmerzhafte Schilddrüse und Anzeichen einer Hyper- oder Hypothyreose vorliegen.
  • Diagnostik: Bestimmung von TSH, FT4, Auto-Antikörpern sowie ggf. CRP, BSG und Blutbild. Sonografie. Eine Szintigrafie ist in der Regel nicht indiziert.
  • Therapie: Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Ausmaß der Schilddrüsendysfunktion. Hyperthyreote Phasen werden mit Betablockern coupiert, Thyreostatika sind nicht indiziert. Bei Hypothyreose-Symptomen ist häufig eine Substitutionsbehandlung mit Thyroxin erforderlich.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Als Thyreoiditis werden akute oder chronische Entzündungen der Schilddrüse (Glandula thyreoidea) bezeichnet, die verschiedene Ursachen haben können.2
  • Im Verlauf von Thyreoiditiden kommt es häufig zu transienten Schilddrüsenfunktionsstörungen (Hyperthyreose oder Hypothyreose), doch bleibt nach überstandener Thyreoiditis meist eine euthyreote Stoffwechsellage erhalten.
    • Nur nach ausgedehnter Zerstörung des Schilddrüsenparenchyms tritt eine persistierende, substitutionspflichtige Hypothyreose auf.3
    • Die Hashimoto-Thyreoiditis geht, anders als transiente Formen der Thyreoiditis, meist in eine dauerhafte substitutionspflichtige Hypothyreose über.
  • Neben der Immunthyreopathie vom Typ Morbus Basedow bildet die von Hashimoto beschriebene chronische lymphozytäre Thyreoiditis die häufigste immunogene Schilddrüsenerkrankung.3
  • In der Praxis ist die Hashimoto-Thyreoiditis heutzutage eine der häufigsten Thyreoiditiden und die häufigste Ursache einer Hypothyreose.
    • Sie kann in allen Altersgruppen auftreten, betrifft jedoch typischerweise Frauen im mittleren Lebensalter.
    • Hypothyreosen aufgrund Jodmangel sind heute in Deutschland selten.
    • Bei Kindern treten dagegen auch angeborene Hypothyreosen auf. 

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

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