Hypertriglyzeridämie

Zusammenfassung

  • Definition:Eine Hypertriglyzeridämie ist eine Erkrankung mit erhöhten Triglyzeridwerten. Im Rahmen einer kombinierten Hyperlipidämie mit gleichzeitiger Hypercholesterinämie ist die Hypertriglyzeridämie auch ein Indikator für ein erhöhtes Risiko für Herz- und Kreislauf-Erkrankungen. Dagegen scheint eine isolierte Hypertriglyzeridämie nicht mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, jedoch mit einem Risiko für Pankreatitiden (bei sehr hohen Werten). Weiterhin kann man die Höhe der Triglyzeride als generellen Marker für die Stoffwechselgesundheit betrachten.
  • Häufigkeit:Die Prävalenz von familiärer kombinierter Hyperlipidämie wird mit 1:50 bis 1:100 (1–2 %) in der Bevölkerung angegeben. Weitere Formen der Hypertriglyzeridämie sind seltener.
  • Symptome:Die Erkrankung ist normalerweise asymptomatisch.
  • Befunde:Klinische Befunde können bei bestimmten Formen der Hypertriglyzeridämie Xanthome (Fettablagerungen in der Haut) sein.
  • Diagnostik:Serologische Diagnostik. Zusatzuntersuchungen sind Gesamtcholesterin, HDL-Cholesterin und LDL-Cholesterin. Ausschluss sekundärer Formen (Bz, TSH, Leber- und Nierenwerte).
  • Therapie:Eine Umstellung der Ernährung und Lebensweise bildet den wichtigsten Teil der Behandlung. Das kardiovaskuläre Gesamtrisiko ist entscheidend für einen möglichen Behandlungsbeginn mit Statinen. Beim Einsatz anderer Medikamente (Fibrate, Nikotinsäurederivate und Omega-3-Fettsäuren) ist die hohe Nebenwirkungsrate und der fehlende Nutzen für patientenrelevante Endpunkte zu berücksichtigen, ihre Anwendung ist somit Einzelfällen vorbehalten. 

Allgemeine Informationen

Definition

  • Erhöhte Triglyzeridspiegel treten im Rahmen einer Hyper- bzw. Dyslipidämie auf, von der verschiedene Formen beschrieben sind.  
  • Die Hypertriglyzeridämie ist eine Erkrankung mit erhöhten Triglyzeridwerten.1
    • Wird als Nüchtern-Werte ≥ 200 mg/dl (≥ 2,3 mmol/l) definiert.2
    • Nüchtern gemessene Werte > 450–800 mg/dl (> 5,1-9,1 mol/l) werden als stark erhöht aufgefasst.
    • Eine Chylomikronämie liegt vor, wenn die Triglyzeridwerte ≥ 800–1.000 mg/dl (≥ 9,1–11,4 mmol/l) betragen.
    • Triglyzeridwerte ≥ 800 mg/dl (≥ 9,1 mmol/l) können eine akute Pankreatitis auslösen.
  • Im Rahmen einer kombinierten Hyperlipidämie mit gleichzeitiger Hypercholesterinämie ist die Hypertriglyzeridämie auch ein Indikator für ein erhöhtes Risiko für Herz- und Kreislauf-Erkrankungen.
  • Dagegen scheint eine isolierte Hypertriglyzeridämie nicht mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, jedoch mit einem Risiko für Pankreatitiden (bei sehr hohen Werten).
  • Weiterhin kann man die Höhe der Triglyzeride als generellen Marker für die Stoffwechselgesundheit betrachten.
  • Hypertriglyzeridämie, hohe Cholesterin- resp. LDL-Cholesterinwerte und niedrige HDL-Cholesterinwerte sind Merkmale für das metabolische Syndrom und für die familiäre kombinierte Hyperlipidämie.
  • Primäre Hypertriglyzeridämie
    • Ist eine genetisch bedingte Erkrankung.
  • Sekundäre Hypertriglyzeridämie
    • Ist eine erworbene Erkrankung und kommt deutlich häufiger vor als die primäre Hypertriglyzeridämie.
  • Kombinierte Hyperlipidämie
    • Eine Erkrankung, bei der sowohl der Cholesterin- als auch der Triglyzeridspiegel erhöht ist.
    • Sowohl genetische als auch umweltbedingte Faktoren sind von Bedeutung.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen

Illustrationen