Krebserkrankung der Schilddrüse, Schilddrüsenkarzinom

Schilddrüsenkrebs ist in Deutschland eine seltene Tumorerkrankung. Etwa vier von 100.000 Menschen sind pro Jahr betroffen, Frauen dreimal so häufig wie Männer.

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Was ist Schilddrüsenkrebs?

Schilddrüse
Schilddrüse

Schilddrüsenkrebs, auch als Schilddrüsenkarzinom bezeichnet, kann an jeder Stelle der Schilddrüse auftreten. Allerdings werden je nach Art der Tumorzellen verschiedene Formen von Schilddrüsenkrebs unterschieden, die unterschiedlich häufig vorkommen:

  • Differenzierte Karzinome. Diese Krebsart betrifft die hormonproduzierenden Zellen in der Schilddrüse (Schilddrüsenhormone Trijodthyronin/Thyroxin). Diese Tumoren kommen insgesamt am häufigsten vor, es gibt folgende Subtypen:
    • Papilläre Karzinome: etwa 60% aller Krebserkrankungen der Schilddrüse. Besonders häufig betroffen sind Erwachsene im Alter von 40–50 Jahren. Papilläre Karzinome können mehrere Tumorherde an unterschiedlichen Stellen in der Schilddrüse bilden.
    • Follikuläre Karzinome (ca. 30%) bilden meist nur einzelne Knoten. Sie treten besonders häufig in Jodmangelgebieten auf, meist ebenfalls bei Patienten zwischen 40 und 50 Jahren.
  • Medulläre Karzinome, auch C-Zell-Karzinome genannt (ca. 5%) leiten sich von den Calcitonin produzierenden C-Zellen ab. Diese Zellen sind an der Regulation des Kalziumstoffwechsels des Körpers beteiligt und liegen einzeln oder in Gruppen im Schilddrüsengewebe. Medulläre Karzinome gehören zu den sogenannten neuroendokrinen Tumoren (Tumoren hormonbildender Zellen des Nervensystems).
  • Undifferenzierte oder anaplastische Karzinome (ca. 5%) kommen fast ausschließlich bei älteren Menschen (jenseits des 50. oder 60. Lebensjahres) vor.

Darüber hinaus gibt es bösartige Tumoren, die nicht vom Schilddrüsendrüsengewebe ausgehen, z. B. Lymphome – also Krebs des lymphatischen Gewebes – und Sarkome, die sich im Bindegewebe entwickeln. Auf diese Tumoren wird im Folgenden aber nicht eingegangen.

Häufigkeit

Schilddrüsenkrebs ist in Deutschland eine seltene Tumorerkrankung. Etwa vier von 100.000 Menschen sind pro Jahr betroffen. Insgesamt erkranken nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund 7.000 Menschen jährlich an Schilddrüsenkrebs. 

Schilddrüsenkrebs kann in jedem Alter auftreten, am häufigsten sind jedoch Personen zwischen dem vierten und fünften Lebensjahrzehnt betroffen, Frauen dreimal häufiger als Männer.

Während die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten Jahren weitgehend konstant verläuft, ist die Zahl der Todesfälle für beide Geschlechter leicht rückläufig.

Ursache, Risikofaktoren

Die Ursachen für die Entstehung von Schilddrüsenkrebs sind bisher nicht eindeutig geklärt. Man kennt jedoch bestimmte Faktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen.

  • Risikofaktor genetische Veranlagung

    Beim selten auftretenden medullären Schilddrüsenkarzinom liegt in etwa 30% der Fälle eine bestimmte Genveränderung zugrunde, die innerhalb von Familien vererbt werden kann. Daher stammt der Begriff familiäres medulläres Schilddrüsenkarzinom. Sind Eltern eines Kindes an einem solchen Karzinom erkrankt, werden regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen bei den Kindern empfohlen. Die Mehrzahl der Menschen, die an einem medullären Karzinom erkranken, ist jedoch nicht erblich vorbelastet.

  • Risikofaktor Jodmangel, TSH-Erhöhung

    Jodmangel kann bei manchen Menschen dazu führen, dass sich die Schilddrüse vergrößert (Schilddrüsenkropf). In diesen Fällen besteht ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsenkrebs; meist ein follikuläres Karzinom. Durch den Jodmangel bedingt wird das die Schilddrüse stimulierende Hormon TSH verstärkt freigesetzt, was mit einem höheren Krebsrisiko verbunden ist.

  • Risikofaktor Strahlung

    Eine weitere Risikogruppe bilden Menschen, die als Kinder oder Jugendliche Röntgenbestrahlungen im Kopf-/Halsbereich erhalten haben. Früher wurden solche Bestrahlungen in manchen Ländern auch bei gutartigen Erkrankungen eingesetzt; heutzutage jedoch nur bei Krebs in diesem Bereich, z.B. Lymphomen. 

    Auch Personen, deren Schilddrüse einer hohen Strahlenbelastung durch radioaktives Jod ausgesetzt war, z.B. infolge einer Reaktorkatastrophe, tragen ein erhöhtes Risiko, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken. Dabei gilt: Je höher die Strahlendosis war, desto mehr steigt das Krebsrisiko an. Nach der Strahlenbelastung entsteht ein Schilddrüsenkarzinom nach durchschnittlich 5–15 Jahren, bei Kindern jedoch oft deutlich früher. Für Kinder erhöht sich das Risiko für Schilddrüsenkrebs in solchen Fällen um den Faktor 25, auch viele Jahrzehnte nach der Strahlenexposition kann sich noch ein Tumor entwickeln.

    Wer jedoch im Rahmen einer Therapie radioaktives Jod erhalten hat (siehe unten), hat kein erhöhtes Risiko, ein Schilddrüsenkarzinom zu entwickeln. In der Regel wird durch diese Therapie die Schilddrüse ja komplett zerstört.

Diagnostik

Lässt sich ein neu auftretender, rasch wachsender Knoten in der Schilddrüse tasten, ist dies ein Warnzeichen für Schilddrüsenkrebs. Auch wenn eine lange bestehende Struma plötzlich rasch wächst oder sich an manchen Stellen härter anfühlt als zuvor, sollte man aufmerksam werden. Das Gleiche gilt für eine innerhalb weniger Wochen oder Monate neu entstehende Struma. Deshalb sollten ungewöhnliche Schwellungen am Hals Anlass sein, sich umgehend ärztlich untersuchen zu lassen.

Weitere Symptome, die im Verlauf der Erkrankung auftreten können, sind: Schluckbeschwerden, tastbar oder sichtbar vergrößerte Lymphknoten im Halsbereich, Druckgefühl im Halsbereich, Luftnot, Heiserkeit Hustenreiz.

Eine Blutuntersuchung mit Bestimmung der Schilddrüsenhormone gibt Aufschluss über die Funktionsfähigkeit der Schilddrüse. Bei Verdacht auf ein medulläres Karzinom werden auch die Werte des Kalziumstoffwechsels überprüft. Im Krankenhaus oder bei einem niedergelassenen Spezialisten kann die Schilddrüse per Ultraschall untersucht und eine Gewebeprobe des Knotens entnommen werden (Feinnadelbiopsie); das Gewebe wird anschließend unter dem Mikroskop genau untersucht. Auf diese Art lässt sich zuverlässig feststellen, ob es sich um eine gutartige Veränderung oder um Krebs handelt. Oft lässt sich auch schon klären, um welche Art Tumor es sich handelt; manchmal ist eine ganz genaue Diagnose aber schwierig, weil sehr ausgereifte Tumorzellen gesunden Zellen stark ähneln. Dann ist eventuell zur weiteren Abklärung die Entnahme einer größeren Gewebeprobe nötig. Weitere Untersuchungen wie das Röntgen der Halsregion, eine Isotopenuntersuchung des Knotens am Hals sowie eine Magnetresonanztomografie (MRT) sind zur detaillierten Darstellung des Knotens und Abklärung der Ausdehnung des Tumors meist erforderlich.

Besteht der Verdacht auf eine Mitbeteiligung des Kehlkopfs, der Luftröhre oder Speiseröhre, ist in diesen Fällen auch eine Spiegelung dieser Organe sinnvoll, damit sich der Arzt ein genaueres Bild vom Ausmaß der Krebserkrankung machen kann. 

Therapie

Nachdem die Diagnose feststeht, stimmt der Arzt mit dem Patienten die in Frage kommenden Therapien ab.

Folgende Behandlungsmethoden sind möglich:

  • Operation
  • Radiojodtherapie
  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie
  • oder eine Kombination dieser Therapieformen.

Je nachdem, um welche Art des Schilddrüsenkrebs es sich handelt und wie weit sich die Krebszellen bereits in der Schilddrüse selbst oder in anderen Organen ausgebreitet haben, wird eine der genannten Therapieformen oder eine Kombination angewendet.

In den meisten Fällen steht eine Operation am Anfang der Therapie. Meist wird dabei die gesamte Schilddrüse entnommen (Thyreoidektomie), um das Tumorgewebe möglichst vollständig zu entfernen, um möglichst eine Heilung zu erreichen. Eventuell müssen befallene Lymphknoten oder weitere Gewebe ebenfalls entfernt werden. Bei differenzierten (papillären und follikulären) Karzinomen erfolgt im Anschluss an die Operation eine Radiojodtherapie. Hier wird dem Körper Jod verabreicht, das mit einer radioaktiven Substanz beladen ist. Das Jod sammelt sich in der Schilddrüse an, sodass eine gezielte Bestrahlung von innen erfolgt. Durch diese Therapie lassen sich eventuell im Körper verbliebene Reste der normalen Schilddrüse oder auch Tumorreste bzw. Metastasen zerstören. Während dieser Therapie müssen die Betroffenen sich in strahlungssicheren Räumen aufhalten, um die Menschen in der Umgebung nicht zu gefährden. 

Als weitere Therapiemöglichkeit steht die Strahlentherapie mit Röntgenstrahlen von außen zur Verfügung, die vor allem bei undifferenzierten Karzinomen eingesetzt wird. Auch eine Chemotherapie ist bei manchen Patienten möglich.

Hormonersatz nach der Krebsbehandlung

Wird die Schilddrüse im Rahmen der Krebstherapie teilweise oder vollständig entfernt, müssen die dann fehlenden Schilddrüsenhormone ersetzt werden, d.h. der Patinet muss lebenslang diese Hormone als Tabletten einnehmen. Die Behandlung erfolgt in diesem Fall mit dem Schilddrüsenhormon Thyroxin, das der Körper für einen gesunden Stoffwechsel benötigt. Thyroxin unterdrückt zudem die Produktion des Hypophysenhormons TSH im Gehirn, welches die Hormonproduktion in der Schilddrüse stimuliert. Wird TSH gehemmt, lässt sich ein erneutes Wachstum der Schilddrüse und eventuell vorhandener Tumorreste unterdrücken, was vor allem bei einer unvollständigen Entfernung des Tumorgewebes wichtig ist. Deshalb wird Thyroxin in einer etwas höheren Dosis verabreicht, als eigentlich vom Körper benötigt wird. Sind die Nebenschilddrüsen beim operativen Eingriff versehentlich verletzt worden, muss der Patient meist auch Kalzium und Vitamin D einnehmen, um die Funktion der Nebenschilddrüsen auszugleichen.

Prognose

Die Heilungsaussichten sind bei den meisten Formen des Schilddrüsenkrebs im Allgemeinen gut, wenn es frühzeitig erkannt wird. Im Durschnitt sind 75–90% der Patienten mit der Diagnose Schilddrüsenkrebs nach 10 Jahren noch am Leben. Allerdings haben Patienten mit einem medullären Karzinom eine deutlich schlechtere Prognose. Bei den seltenen anaplastischen Krebsformen sind die Überlebenschancen gering; eine unterstützende Therapie zum Erhalt der Lebensqualität steht im Vordergrund.

Ist ein Familienmitglied an einem medullären Karzinom erkrankt, wird denjenigen Verwandten, bei denen die entsprechende Genveränderung vorliegt, eine frühzeitige Entfernung der Schilddrüse und anschließende Hormonersatztherapie empfohlen.

Weitere Informationen

Autoren

  • Susanne Meinrenken, Dr. med., Bremen

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Schilddrüsenkarzinom. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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