Übergewicht und Gewichtsabnahme ‒ wie das gelingt

Aller Anfang ist schwer – das gilt bekanntlich für jeden Prozess. Die Veränderung des eigenen Lebensstils ist hierbei keine Ausnahme. Auf eines sollte man deshalb vorbereitet sein: der Weg hin zu einem langfristig niedrigerem Gewicht kann steinig sein, vor allem am Anfang.

Deximed – Deutsche Experteninformation Medizin

"Deximed ist für mich eine große Hilfe, um im Praxisalltag schnell aktuelles Wissen zur Therapie oder Diagnostik nachschlagen zu können. Die übersichtliche Struktur ermöglicht es, sogar im Patientenkontakt rasch etwas nachzulesen." - PD Dr. med. Guido Schmiermann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Bremen

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Aber was andere können, können Sie auch!

Viele haben ihr Glück mit verschiedensten Diäten versucht mit ebenso unterschiedlichem Erfolg. Manche schaffen es mit solchen Diäten, aber viele andere nicht. Vielleicht ist es Ihnen schon einmal so gegangen, dass Sie abgenommen haben, die lästigen Pfunde aber schon bald wieder drauf hatten. Das ist nicht gerade ermutigend! Das Ziel sollte deshalb eine langsame, aber spürbare Gewichtsabnahme sein. Dadurch vermeiden Sie, dass der Körper sich wehrt, etwa, dass der Blutzuckerspiegel fällt, oder dass Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Gereiztheit auftreten. Jeder wird mal schwach. Deswegen ist die Frage: Wie kann ich mich dazu motivieren, meine Ernährungsgewohnheiten zu verändern? Vielleicht gibt es eine Weise, wie ich mich belohnen kann? Denken Sie ruhig eine Weile darüber nach, vielleicht möchten Sie sich einige Ideen notieren.

Wie kann Essen spannender werden?

Alle, die weniger essen, denken viel ans Essen. Sie dürfen ruhig ans Essen denken, vor allem daran, wie Sie Ihre Ernährung abwechslungsreich gestalten können. Wie wäre es mit etwas Farbe auf der Speisekarte? Trinken Sie ein oder zwei Gläser Wasser mit Zitrone vor dem Essen. Sie werden merken, dass sie ruhiger sind, wenn Sie sich an den Tisch setzen. Decken Sie den Tisch und dekorieren Sie ihn. Essen Sie, wenn möglich, in Gesellschaft. Überlegen Sie, wie Sie Ihre Speisekarte spannender gestalten können. Vielleicht möchten Sie sich ein paar Ideen notieren.

Bewegung ist das A und O, aber woher die Motivation nehmen?

Auch Bewegung sollte in Ihrem neuen Lebensstil einen festen Platz haben. Sie haben schon immer eher ungern Sport getrieben? Keine Sorge, Sie müssen am Anfang nicht gleich ein stundenlanges Fitnessprogramm absolvieren. Fangen Sie mit kleinen Übungen an und versuchen Sie einfach, mehr Bewegung in Ihren Alltag zu integrieren. Hier einige Tipps:

  • Machen Sie einen Spaziergang
  • Rächen Sie Laub im Garten zusammen
  • Spielen Sie mit, wenn Ihre Kinder spielen
  • Nehmen Sie die Treppe statt den Aufzug
  • Steigen Sie eine Haltestelle früher aus und gehen Sie das letzte Stück zu Fuß
  • Putzen Sie das Haus und die Fenster
  • Verzichten Sie häufiger aufs Auto, gehen Sie stattdessen zu Fuß zum Einkaufen

Schwach zu werden, ist menschlich

Eine Welt, in der es weniger zu essen gibt, ist eine gefährliche Welt. Voller Versuchungen, mit ständig wechselnder Motivation – mal könnte sie nicht besser sein, um im nächsten Moment in den Keller zu sinken. Ich kann nicht mehr, denken Sie. Sie sind in netter Gesellschaft und es gibt tolles Essen. Die anderen greifen tüchtig zu, Sie essen wie ein Spatz und fühlen alle Blicke auf sich gerichtet. In diesem Moment fühlen Sie sich allein und in Zugzwang. Es gibt viele andere solche Gelegenheiten. Ein schlechter Tag, eine traurige Nachricht, niedriges Selbstvertrauen. Was machen Sie in diesem Fall? Denken Sie ruhig eine Weile darüber nach, vielleicht möchten Sie sich einige Ideen notieren.

Wenn Sie zum ersten Mal aufgeben möchten...

Allen kann es, wie gesagt, so gehen, dass sie nicht mehr können und vielleicht aufgeben. In diesem Fall sollten Sie herausfinden, weshalb das so ist. Dann ist es beim nächsten Mal schon leichter, einen solchen Auslöser zu vermeiden. Gleichzeitig umgehen Sie Schuld- und Ohnmachtsgefühle. Denn Aufgeben führt leider auch zu Gewichtszunahme. Sehen Sie es als Möglichkeit, zu beweisen, dass sie es trotzdem schaffen!

Viel Erfolg!

Weitere Informationen

Autoren

  • Marie-Christine Fritzsche, Ärztin, Freiburg