Kopfverletzungen

Zusammenfassung

  • Definition:Kopfverletzungen entstehen infolge eines Traumas, das gegen den Kopf gerichtet ist. Bei begleitender Hirnfunktionsstörung spricht man von einem Schädel-Hirn-Trauma, ansonsten handelt es sich um eine Schädelprellung, die mit oberflächlichen Verletzungsfolgen einhergeht.
  • Häufigkeit:Schädel-Hirn-Traumata gehören zu den häufigsten Todesursachen bis zum frühen Erwachsenenalter. Die Prävalenz liegt bei etwa 330/100.000 Einwohner/Jahr, meist handelt es sich jedoch um leichtgradige SHT.
  • Symptome:Typische Symptome eines SHT sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. In schwereren Fällen kann es zur Bewusstlosigkeit kommen.
  • Befunde:Klinische Befunde reichen von oberflächlichen Verletzungsfolgen bis zu neurologischen Defiziten und Bewusstseinsverlust.
  • Diagnostik:Die primär durchzuführende Untersuchung ist eine Bildgebung des Schädels mittels CT. Weitere Untersuchungen in Abhängigkeit von den Symptomen.
  • Therapie:Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Verletzung. Initial Sicherung der Vitalfunktion und intensivmedizinische Behandlung, anschließend Behandlung der Verletzungsfolgen und Verhinderung von Komplikationen und Spätfolgen.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Eine Kopfverletzung kann als Folge von Gewalteinwirkungen jeglicher Art auf den Kopf entstehen und in seiner Ausprägung von leichten bis hin zu lebensbedrohlichen Verletzungen reichen.
  • Eine Kopfverletzung mit resultierender Funktionsstörung und/oder Verletzung des Gehirns wird als Schädel-Hirn-Trauma (SHT) bezeichnet.1-2
    • Der Schweregrad eines Schädel-Hirn-Traumas wird initial anhand des Ausmaßes der Bewusstseinsstörung nach der Glasgow Coma Scale bemessen:
      • leichtes SHT: GCS 13–15
        • häufig auch noch als Gehirnerschütterung oder Commotio cerebri bezeichnet
      • mittelschweres SHT: GCS 9–12
      • schweres SHT: GCS ≤ 8.
    • Bei einem offenen SHT kann es durch Verletzung der Dura und des Schädelknochens zu Liquoraustritt (Liquorrhö) kommen.
    • Dagegen handelt es sich bei einer Kopfverletzung ohne Hirnfunktionsstörung um eine Schädelprellung.1
  • Im Rahmen einer traumatischen Kopfverletzung kann es zu verschiedenen intrakraniellen Blutungen kommen:
  • Bei schweren Kopfverletzungen können zudem Schädelfrakturen auftreten.
  • Bei Patienten mit eingeschränktem Bewusstsein besteht abhängig vom Unfallhergang die Möglichkeit mehrfacher lebensbedrohlicher Verletzungen (Polytrauma).1
  • Die Behandlung eines SHT richtet sich nach den klinisch-neurologischen Befunden, die besonders in der Frühphase engmaschig überwacht werden sollten.1

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen