Hitzeschäden

Zusammenfassung

  • Definition:Der Begriff wird für verschiedene Störungen von der Hitzeerschöpfung bis hin zum potenziell tödlichen Hitzschlag verwendet. Durch Sonne, hohe Luftfeuchtigkeit und starke körperliche Aktivität erhöht sich das Risiko eines Hitzeschadens.
  • Häufigkeit:Die Inzidenz ist temperaturabhängig. Besonders viele Fälle treten bei Temperaturen über 35 °C auf. Hitzewellen können zu „Epidemien“ führen.
  • Symptome:Eine Überhitzung ist durch Schwindel, Durst, Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Reizbarkeit und Koordinationsstörungen gekennzeichnet. Das erste Anzeichen eines Hitzschlages ist häufig bereits die Ohnmacht. Ein Hitzschlag kann plötzlich auftreten, entwickelt sich meist jedoch über mehrere Tage.
  • Befunde:Eine Überhitzung ist als eine rektal gemessene Kerntemperatur zwischen 37 °C und 40 °C definiert, ein Hitzschlag liegt bei einer Temperatur von über 40 °C vor.
  • Diagnose:Kerntemperatur, Puls und Blutdruck sollten regelmäßig überprüft werden. Als Zusatzuntersuchungen können Blutuntersuchungen, ein EKG, ein Röntgenthorax und eine Schädel-CT indiziert sein.
  • Behandlung:Die Behandlung besteht in der Kühlung und Rehydrierung, ggf. in der Korrektur von Elektrolytstörungen. Entsprechende Maßnahmen sind so schnell wie möglich einzuleiten. Der Hitzschlag geht mit einer Letalität von bis zu 10 % einher, bei frühzeitiger Diagnose und angemessener Behandlung liegt die Überlebensrate jedoch bei nahezu 100 %.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Hitzeschäden stellen ein Kontinuum pathologischer Veränderungen dar.1
    • leichtere Formen von Hitzeschäden
    • Hitzeerschöpfung, Überhitzung
    • Hitzschlag
    • anstrengungsbedingter Hitzschlag
  • Leichtere Formen von Hitzeschäden
    • Die Kerntemperatur liegt unter 40 °C, und es bestehen keine Symptome des Zentralnervensystems.
  • Hitzeerschöpfung, Überhitzung
    • Die Person ist nicht in der Lage, ihre Tätigkeit fortzusetzen.
    • Die Erschöpfung tritt infolge eines zentralen Mechanismus auf, der den Körper von einer weiteren Überhitzung schützt.2
  • Hitzschlag
    • Dies ist eine lebensbedrohliche Störung, die durch eine erhöhte Körpertemperatur von über 40 °C und eine Dysfunktion des zentralen Nervensystems gekennzeichnet ist, in deren Folge es zum Delirium, Krämpfen oder Koma kommt.3
    • Er entwickelt sich häufig langsam über mehrere Tage hinweg und tritt vor allem bei älteren Menschen und bei Menschen mit chronischen Krankheiten auf.3
    • Auch wenn die Behandlung Wirkung zu zeigen scheint, kann ein Hitzschlag noch zum Tod führen. Bei den Überlebenden können neurologische Schäden zurückbleiben.
  • Anstrengungsbedingter Hitzschlag
    • Dieser entwickelt sich schneller als ein herkömmlicher Hitzschlag und tritt meist bei jüngeren, gesunden Menschen auf. Typische Merkmale sind eine übermäßig warme Haut mit oder ohne Schweißproduktion sowie Veränderungen des Zentralnervensystems.4
  • Moderne Definition3
    • Der Hitzschlag ist eine Form der Hyperthermie, die mit einer systemischen entzündlichen Reaktion einhergeht, die zu einem Multiorganversagen führt, wobei die Enzephalopathie das auffälligste Merkmal darstellt.3

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformation