Fluoridvergiftung

Zusammenfassung

  • Definition:Die Aufnahme von Fluorid in toxischer Konzentration
  • Häufigkeit:Zu viele eingenommene Fluoridtabletten sind ein häufiges Phänomen unter Kleinkindern.
  • Symptome:Ruft in der Regel nur wenige oder gar keine Symptome hervor, doch bei höheren Dosen können Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen (unter Umständen blutig), Bauchschmerzen, Durchfall, Durstgefühl und ZNS-Depression entstehen.
  • Befunde:Sind oft bescheiden, aber Dehydrierung, ZNS-Depression, Atemdepression, Krämpfe können auftreten.
  • Diagnose:Messung des Fluors
  • Behandlung:Viel Milch oder kalziumreiche Getränke werden empfohlen. Bei hohen Dosen womöglich Magenspülung, evtl. Gabe von Kalziumglukonat i. v.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Aufnahme von Fluorid in toxischer Konzentration
    • Die toxische Dosis bei Patienten über 5 Jahren wird mit mehr als 5 mg Fluorid pro kg Körpergewicht angegeben, bei Kindern unter 5 Jahren gelten Dosen von mehr als 25 mg Fluorid als Vergiftung.
    • Die letale Dosis wird angegeben mit 70–140 mg Natriumfluorid pro kg (32–64 mg Fluorid/kg), doch wurde ein Todesfall bereits mit der Hälfte dieser Dosis dokumentiert1.
    • Die Einnahme von 17–22 mg Natriumfluorid pro kg (8–10 mg Fluorid/kg) kann zu schweren Vergiftungserscheinungen bei Kindern führen2-3.
  • Natriumfluorid ist die Fluorverbindung, die vor allem in Präparaten zur Kariesprophylaxe eingesetzt wird. 1 mg Fluorid entsprechen 2,2 mg Natriumfluorid.
  • Die Toxizität der Fluorverbindungen hängt vom Grad ihrer Löslichkeit ab.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

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