Erste Hilfe bei Krämpfen bei Kleinkindern

Die häufigsten Ursachen für Krämpfe bei Kleinkindern sind Fieber, Wut und Furcht.

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"Deximed ist für mich eine große Hilfe, um im Praxisalltag schnell aktuelles Wissen zur Therapie oder Diagnostik nachschlagen zu können. Die übersichtliche Struktur ermöglicht es, sogar im Patientenkontakt rasch etwas nachzulesen." - PD Dr. med. Guido Schmiemann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Bremen

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Hintergrund

  • Krämpfe sind bei Kleinkindern im Alter zwischen 1–4 Jahren nicht ungewöhnlich.
  • Sie werden in der Regel durch hohes Fieber (Fieberkrämpfe), große Wut (Affektkrämpfe) oder Furcht ausgelöst.
  • Krampfanfälle können zwar äußerst alarmierend wirken, sind für gewöhnlich jedoch ungefährlich und rufen keinerlei weitere Probleme hervor.

Typische Symptome und Beschwerdebilder

  • Ein gerötetes und verschwitztes Gesicht
  • Eine warme Stirn
  • Der Rücken versteift sich und krümmt sich nach hinten
  • Nach oben verdrehte Augen
  • Eventuell setzt die Atmung aus, wodurch sich das Gesicht bläulich verfärbt
  • Kurzzeitiger Bewusstseinsverlust

Erste Hilfe

  • Legen Sie Kissen, Decken oder Handtücher um das Kind herum, damit es sich infolge der plötzlichen Bewegungen nicht selbst verletzt.
  • Kühlen Sie das Kind ab, jedoch nicht zu sehr.
  • Entfernen Sie Kleidung und Bettzeug, damit die Temperatur nicht weiter steigt.
  • Sorgen Sie für ausreichend kühle, frische Luft.
  • Sie können beispielsweise ein Handtuch in lauwarmes Wasser tauchen und das Kind mit dem feuchten Tuch „waschen“.
  • Wenn der Krampf abgeklungen ist, können Sie das Kind auf die Seite legen. Decken Sie das Kind mit einem Laken zu.
  • Wählen Sie die 112 und fragen Sie nach Rat. Für gewöhnlich ist eine Krankenhauseinweisung nicht erforderlich, doch ärztliche Betreuung (über den ärztlichen Bereitschaftsdienst) kann sinnvoll sein.

Wählen Sie die 112, falls das Kind

  • Atembeschwerden hat,
  • blau anläuft,
  • sich vor oder während des Krampfanfalls den Kopf anschlägt,
  • mehrere Minuten bewusstlos ist,
  • oder eventuell etwas Giftiges zu sich genommen hat.

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Autoren

  • Philipp Ollenschläger, Medizinjournalist, Köln