Schock, Erste Hilfe

Ein Schock kann durch eine Reihe verschiedener Ursachen hervorgerufen werden und führt zu einem Kreislaufzusammenbruch.

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Deximed – Deutsche Experteninformation Medizin

"Deximed ist für mich eine große Hilfe, um im Praxisalltag schnell aktuelles Wissen zur Therapie oder Diagnostik nachschlagen zu können. Die übersichtliche Struktur ermöglicht es, sogar im Patientenkontakt rasch etwas nachzulesen." - PD Dr. med. Guido Schmiemann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Bremen

Deximed ist ein unabhängiges Arztinformationssystem mit Fokussierung auf die primärärztliche Versorgung. Evidenzbasierte und regelmäßig aktualisierte Artikel zu allen medizinischen Gebieten zeichnen Deximed aus.

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Was ist ein Schock?

  • Ein Schock kann auf eine schwere Verletzung mit starken Blutungen, einen Herzinfarkt, eine allergische Reaktion, eine schwere Infektion, eine Vergiftung oder andere Ursachen zurückzuführen sein.
  • Er ist durch verschiedene Symptome gekennzeichnet, z. B.:
    • Die Haut ist kalt und feucht und kann blass oder gräulich erscheinen (zu Beginn auch warme Haut möglich).
    • Der Puls ist schwach und beschleunigt.
    • Die Atmung ist langsam und flach. Es besteht Atemnot.
    • Der Blutdruck liegt unter dem normalen Niveau.
    • Die Urinausscheidung ist vermindert.
    • Das Bewusstsein ist verändert (Bewusstseinstrübung, Verwirrtheit).
  • Entscheidend beim Schock ist eine mangelhafte Durchblutung lebenswichtiger Organe, v.a. des Gehirns und der Nieren. Ziel der (ärztlichen) Behandlung ist es, die Durchblutung möglichst rasch wiederherzustellen.

Erste Hilfe bei Verdacht auf einen Schock1

  1. Rufen Sie laut „Hilfe", um umstehende Personen auf die Notfallsituation aufmerksam zu machen.
  2. Rufen Sie den Notruf 112.
  3. Kontrollieren Sie das Bewusstsein durch Ansprache und vorsichtiges Rütteln an den Schultern.
  4. Prüfen Sie durch „hören, fühlen, sehen", ob die betroffene Person normal atmet.
  5. Bei vorhandenem Bewusstsein und normaler Atmung, legen Sie die betroffene Person hin. So wird das Verletzungsrisiko durch Stürze gesenkt. Lagern Sie die Beine ggf. erhöht, damit Blut in lebenswichtige Organe fließt.
  6. Bringen Sie bewusstlose Personen in die stabilen Seitenlage, um die Atemwege frei zu halten.
  7. Halten Sie die Person warm z.B. mit einer Decke. Lockern Sie enge Kleidung. Vermeiden Sie Aufregung und Unruhe.
  8. Überprüfen Sie wiederholt Bewusstsein und Atmung.
  9. Bei fehlender Atmung beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung für Kinder oder Erwachsene.
  10. Versorgen Sie etwaige Verletzungen wie Blutungen oder Knochenbrüche.
  11. Geben Sie der betroffenen Person nichts zu trinken.

Weitere Informationen

Autor*innen

  • Hannah Brand, Cand. med., Berlin
  • Susanne Meinrenken, Dr. med., Bremen

 

Quellen

Literatur

  1. https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/schock/. www.drk.de

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Schock. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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  2. Vincent J, De Backer D. Circulatory Shock. N Engl J Med 2013; 369: 1726-1734. doi:10.1056/NEJMra1208943 DOI
  3. Hendy A, Bubenek-Turconi S. Diagnosis and Hemodynamic Monitoring of Circulatory Shock: Current and Future Trends. JCCM 2016; 2: 115-123. doi:10.1515/jccm-2016-0018 DOI
  4. Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv-und Notfallmedizin (DIVI). Interdisziplinäre Behandlungspfade zur Versorgung von Patienten mit hypovolämischem Schock - Eine Empfehlung der Interdisziplinären Arbeitsgruppe (IAG) Schock der DIVI. Stand 2009 www.divi.de
  5. Adams HA, Baumann G, Cascorbi I, et al. Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie der Schockformen der IAG Schock der DIVI. Stand 2004. www.divi.de
  6. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. Infarkt-bedingter kardiogener Schock - Diagnose, Monitoring und Therapie, AWMF-Leitlinie 019-013. Stand 2019. www.awmf.org
  7. Rochwerg B, Alhazzani W, Sindi A, et al. Fluids in Sepsis and Septic Shock Group. Fluid resuscitation in sepsis: a systematic review and network meta-analysis. Ann Intern Med. 2014;161: 347. PubMed
  8. Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Intravasale Volumentherapie beim Erwachsenen. AWMF-Leitlinie 001-020. S3, Stand 2020. www.awmf.org
  9. Ring J, Beyer K, Biedermann T, et al. Guideline for acute therapy und management of anaphylaxis. S2 guideline of DGAKI, AeDA, GPA, DAAU, BVKJ, ÖGAI, SGAI, DGAI, DGP, DGPM, AGATE and DAAB. Allergo J Int 2014; 23: 96–112. doi:10.1007/s40629-014-0009-1 DOI
  10. Pilarczyk K, Bauer A, Boening A. Einsatz der intraaortalen Ballongegenpulsation in der Herzchirurgie. S3-Leitlinie unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG). AWMF-Leitlinie 011-020. Stand 2015. www.awmf.org
  11. Habicher M, 1, Zajonz T, Bauer A, et al. S3-Leitlinie zur intensivmedizinischen Versorgung herzchirurgischer Patienten. Hämodynamisches Monitoring und Herz-Kreislauf. AWMF-Leitlinie 001-016. Stand 2017. www.awmf.org
  12. Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin / Deutsche Sepsisgesellschaft. Sepsis - Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge. AWMF-Leitlinie 079-001. Stand 2018. www.awmf.org
  13. Fleischmann C, Thomas–Rueddel D, Hartmann M, et al. Hospital Incidence and Mortality Rates of Sepsis: An Analysis of Hospital Episode (DRG) Statistics in Germany From 2007 to 2013. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 159–66. doi:10.3238/arztebl.2016.0159 DOI
  14. Jeger R, Radovanovic D, Hunziker P, et al. Ten-year trends in the incidence and treatment of cardiogenic shock. Ann Int Med 2008; 149: 618-26. doi:10.7326/0003-4819-149-9-200811040-00005 DOI