Schock

Ein Schock kann durch eine Reihe verschiedener Ursachen hervorgerufen werden und führt zu einem Kreislaufzusammenbruch.

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Was ist das?

  • Ein Schock kann auf eine schwere Verletzung mit starken Blutungen, einen Herzinfarkt, einen Hitzschlag, eine allergische Reaktion, eine schwere Infektion, eine Vergiftung oder sonstige Ursachen zurückzuführen sein.
  • Er ist durch verschiedene Symptome gekennzeichnet:
    • Die Haut ist kalt und feucht und kann blass oder gräulich erscheinen (in Ausnahmefällen ist die Haut warm und trocken).
    • Der Puls ist schwach und beschleunigt.
    • Die Atmung ist langsam und flach.
    • Der Blutdruck liegt unter dem normalen Niveau.
    • Die Augen sind glanzlos und scheinen ins Leere zu starren. Mitunter sind die Pupillen erweitert.
    • Die betroffenen Personen können bei Bewusstsein oder bewusstlos sein. Ist die betroffene Person bei Bewusstsein, fühlt sie sich meist schwach oder verwirrt. Mitunter kann ein Schock dazu führen, dass die Person hyperaktiv oder ängstlich wird.
  • Entscheidend beim Schock ist eine mangelhafte Durchblutung lebenswichtiger Organe, v.a. des Gehirns und der Nieren. Ziel der (ärztlichen) Behandlung ist es, die Durchblutung möglichst rasch wieder herzustellen.

Erste Hilfe bei Verdacht auf einen Schock

  1. Die Person muss sich auf den Rücken legen bzw. gelegt werden. Lagern Sie eventuell die Beine höher als den Kopf. Vermeiden Sie unnötige Bewegungen der Person.
  2. Überprüfen Sie, ob die oben beschriebenen Schocksymptome vorliegen.
  3. Halten Sie die Person warm und sorgen Sie für eine angenehme Position. Lockern Sie enge Kleidung und decken Sie die betroffene Person mit einer Decke zu.
  4. Geben Sie der betroffenen Person nichts zu trinken.
  5. Falls sich die Person erbricht oder aus dem Mund blutet, legen Sie sie auf die Seite, um ein Ersticken zu verhindern.
  6. Versorgen Sie etwaige Verletzungen wie Blutungen oder Knochenbrüche.
  7. Falls der Patient nicht atmet, leiten Sie die Herz-Lungen-Wiederbelebung ein (Kinder oder Erwachsene).
  8. Wählen Sie die 112 oder rufen Sie akutmedizinische Hilfe.

Weitere Informationen

Autoren

  • Susanne Meinrenken, Dr. med., Medizinjournalistin, Bremen

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Schock. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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