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Sportverletzungen beim Skilanglauf

Die Verletzungen beim Skilanglauf machen etwa ein Drittel aller Skiverletzungen aus. Davon sind gleichermaßen viele Männer wie Frauen betroffen.

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Wer kann sich am leichtesten einen Schaden zufügen?

Die Verletzungen beim Skilanglauf machen etwa ein Drittel aller Skiverletzungen aus. Davon sind gleichermaßen viele Männer wie Frauen betroffen. Die meisten Skiverletzungen treten bei jüngeren Menschen bis zu 30 Jahren auf, aber auch in älteren Altersgruppen gibt es eine beträchtliche Anzahl von Verletzungen. Ein Großteil der Verletzten sind Freizeit-Skiläufer und Trainierende. Beim organisierten Sport treten nur 4 Prozent der Verletzungen auf.

Welche Verletzungen sind am häufigsten?

Handgelenksbruch
Handgelenksbruch

Fast 90 Prozent der Verletzungen sind sturzbedingt. Im überwiegenden Fall treten Gelenkschäden auf, aber auch eine große Anzahl von Frakturen, die hauptsächlich die Arme und Beine betreffen. Häufig führen auch Stoß- und Schlagverletzungen zu Blutergüssen in der Muskulatur und im Bereich um die Gelenke herum. Die meisten Betroffenen tragen nur leichte Verletzungen davon, aber es gibt auch einen erheblichen Anteil an schweren, mäßigen und sehr schweren Verletzungen. Sehr schwere Verletzungen sind hierbei meist Bruchverletzungen in Verbindung mit Schäden an inneren Organen.

Vorbeugende Maßnahmen

Maßnahmen zur Unfallverhütung

  • gut gespurte Loipen
  • guter Abstand der Loipe zu festen Objekten wie Bäumen und Masten
  • Warnschilder an besonders gefährlichen Teilen der Spur
  • Vermeiden Sie scharfe Kurven am Ende von steilen Hängen. Dies ist besonders wichtig beim Fahren in der klassischen Loipe (wo die Skier in tiefen Rillen laufen).
  • richtige Vorbereitung
  • Training der richtigen Lauftechnik
  • gutes Aufwärmen und Stretching
  • richtige Kleidung entsprechend der Temperatur
  • Achten Sie auf die Temperaturgrenzen (Erfrierungen).

Maßnahmen zur Verringerung von Personenschäden

  • Kleidung: eine gut wärmende, atmungsaktive Unterbekleidung und winddichte Außenseite
  • Handschuhe und Mütze
  • Windschutzbrille bei eisiger Kälte Bei sehr starkem Wind sollte man eine derartige Brille auch in mäßiger Kälte verwenden, um das Risiko einer Hornhautschädigung zu verringern.
  • Wählen Sie das Übungsgelände oder die Wegstrecke nach den Tagesverhältnissen, der Jahreszeit und Ihren Fähigkeiten.
  • Sorgen Sie dafür, dass eine richtige Erste Hilfe möglich ist.
  • Halten Sie die richtige Erste-Hilfe-Ausrüstung bereit.
  • Sorgen Sie dafür, dass Personen gute Kenntnisse in der Erste-Hilfe erwerben.
  • Stellen Sie sicher, dass bei einer Behandlung gute Nachbetreuung und Rehabilitation möglich sind.

Damit verbundene Verletzungen

Weiterführende Informationen

Autoren

  • Philipp Ollenschläger, Medizinjournalist, Köln