Harnwegsinfektionen in Pflegeeinrichtungen

Allgemeine Informationen

Definition

  • Unkomplizierte Harnwegsinfektion
    • Eine Harnwegsinfektion (HWI) wird als unkomplizierte Harnwegsinfektion eingestuft, wenn im Harntrakt keine relevanten funktionellen oder anatomischen Anomalien, keine relevanten Nierenfunktionsstörungen und keine relevanten Begleiterkrankungen vorliegen, die eine Harnwegsinfektion bzw. gravierende Komplikationen begünstigen.1-2
    • Die meisten Patienten in Pflegeeinrichtung haben gemäß dieser Definition eine komplizierte Harnwegsinfektion und tragen ein erhöhtes Risiko für Komplikationen.
  • Untere Harnwegsinfektion (Zystitis)
    • Wird angenommen, wenn sich die akuten Symptome nur auf den unteren Harntrakt beziehen, z. B. neu aufgetretene Schmerzen beim Wasserlassen (Algurie), imperativer Harndrang, Pollakisurie, Schmerzen oberhalb der Symphyse.1
  • Obere Harnwegsinfektion (Pyelonephritis)
    • Sollte dann angenommen werden, wenn sich bei den akuten Symptomen z. B. auch Flankenschmerz, klopfschmerzhaftes Nierenlager und/oder Fieber (> 38 °C) finden (B).
  • Asymptomatische Bakteriurie
    • Hiervon spricht man, wenn in einer Urinkultur bei einer asymptomatischen Patientin mindestens 105 koloniebildende Einheiten (KBE)/ml nachgewiesen werden. Da sich hieraus keine therapeutische oder prognostische Konsequenz ergibt, wird eine Urinuntersuchung bei symptomatischen Patienten nicht empfohlen.2
  • Rezidivierende Zystitis
    • Eine rezidivierende Harnwegsinfektion wird angenommen, wenn eine Rezidivrate von ≥ 2 symptomatischen Episoden pro Halbjahr oder ≥ 3 symptomatische Episoden pro Jahr vorliegen.2

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen