Medikamentöse Behandlung älterer Menschen

Die medikamentöse Therapie älterer Menschen kann aus verschiedenen Gründen schwierig sein. Häufig nehmen diese Patienten langfristig viele Medikamente gleichzeitig ein, was zu vermehrten unerwünschten Wirkungen führen kann. Deshalb ist bei der Medikamentenverordnung gerade bei älteren Patienten Sorgfalt geboten.

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Ältere Menschen leiden häufig unter mehreren Erkrankungen gleichzeitig, darunter auch chronischen Krankheiten. Dies bedeutet, dass ältere Menschen häufig viele Medikamente gleichzeitig einnehmen. Auch wenn die verordneten Wirkstoffe in der Regel nötig und sinnvoll sind, gibt es hier doch einige Dinge zu beachten.

Mit dem Begriff Polypharmazie meinen Ärzte die Einnahme mehrerer (nach Definition mehr als 5) Medikamente im gleichen Zeitraum; auch die Verordnung mindestens eines unnötigen Wirkstoffs bzw. von mehr Medikamenten als klinisch empfehlenswert sind, fällt unter diese Definition. Dies kann zu Nebenwirkungen und ungünstigen Beeinflussungen oder Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Medikamenten führen. Bei der gleichzeitigen Einnahme vieler Medikamente besteht auch das Risiko, dass die Patienten die Einnahmehinweise nicht beachten oder nicht beachten können (dazu zählt: Absetzen oder Pausierung der Medikamente, unregelmäßige Einnahme, zu geringe oder zu hohe Dosis, Nichtbeachtung der empfohlenen Tageszeit etc.).

Besonders schwierig wird die Therapie älterer Menschen, weil manche Nebenwirkungen von Medikamenten (etwa Müdigkeit, Verwirrheit, Schwindel, Sturzneigung) zugleich Symptome anderer Erkrankungen sein können und daher verwechselt werden. Erkennt dies ein Arzt nicht, weil er z.B. vom Patienten nicht darüber informiert wurde, welche Tabletten dieser nimmt, wird der Arzt evtl. unnötig ein weiteres Medikament gegen das vermeintlich neue Symptom verschreiben und damit die Therapie eher verschlechtern. Aus diesen Gründen ist es wichtig, dem behandelnden Arzt alle Medikamente, die man einnimmt (auch nicht verschreibungspflichtige und pflanzliche Mittel) zu nennen und über neu aufgetretene Beschwerden zu berichten. So kann der Arzt besser differenzieren, ob es sich evtl. um Nebenwirkungen handelt.

Zudem ist die Dosierung von Medikamenten bei älteren Patienten manchmal schwieriger als bei jüngeren, weil in fortgeschrittenem Alter die Stoffwechsel- und Ausscheidungsprozesse von Leber und Nieren nicht mehr so gut funktionieren und sich Medikamente bereits in niedriger Dosierung stark im Blut anreichern und entsprechend zu Problemen führen können. Werden verschiedene Medikamente zudem über denselben Prozess im Körper abgebaut, konkurrieren sie sozusagen darum, was wiederum die Ausscheidung aus dem Körper verlangsamt und die Wirkung (ungewollt) erhöht.  

Medikamentenverbrauch bei älteren Menschen

Im Jahr 2010 wurden in Deutschland 66% aller Arzneimittel für Menschen über 65 Jahre (22 % der Gesamtbevölkerung) verordnet. Diese erhielten im Durchschnitt 3,9 Tabletten am Tag, über 80-Jährige 4,6; viele Patienten nahmen als noch deutlich mehr verschiedene Substanzen täglich ein (über ein Drittel >5 Wirkstoffe innerhalb von 3 Monaten).

Je mehr verschiedene Tabletten ein Mensch einnehmen soll, desto eher sinkt die Motivation, dies zu tun und auch die Fähigkeit, alle Medikamente korrekt einzunehmen. Der Anteil der älteren Patienten, die ärztliche Anordnungen zur Pharmakotherapie nicht befolgen (können), liegt bei den einzelnen Studien zwischen 21 % und 55 %. Ursachen sind die hohe Anzahl an Tabletten, die täglich eingenommen werden müssen, Vergesslichkeit oder Verwirrung bezüglich der Dosierung. Auch Nebenwirkungen oder eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Medikamenten sind für einige Patienten der Grund dafür, die verschriebene Dosis der Tabletten zu reduzieren oder diese ganz abzusetzen.

Bei ca. 6,5 % der im Krankenhaus aufgenommen Personen ist die unerwünschte Wirkung eines Medikaments die Ursache für die Aufnahme.

Besondere Probleme

Die Fähigkeit des Körpers, Medikamente aufzunehmen, die Wirkstoffe abzubauen und auszuscheiden verändert sich unterschiedlich stark mit dem Alter.

Aufnahme von Medikamenten. Die Fähigkeit des Körpers, ein Medikament aufzunehmen, wird durch das steigende Alter nur wenig beeinflusst, die Aufnahme dauert nur etwas länger.

Verteilung von Muskeln, Fett und Flüssigkeit. Mit dem Alter ändert sich die Zusammensetzung des Körpers: die Muskelmasse sinkt, die Fettmasse steigt und der Flüssigkeitsanteil fällt. Bei Medikamenten spielt diese Veränderung in der Praxis allerdings keine sehr große Rolle.

Ausscheidung von Medikamenten. Mit dem Alter verschlechtert sich die Fähigkeit, Medikamente abzubauen und auszuscheiden, erheblich. Die Ausscheidung über die Nieren sinkt zwischen 25 und 85 Jahren um 50 %. Die verringerte Fähigkeit, Medikamente über die Nieren auszuscheiden, beeinflusst die Reaktion auf Medikamente im Alter am meisten. Bei älteren Menschen kann es sehr lange dauern, bis ein Medikament vollständig aus dem Körpergewebe, einschließlich dem Gehirn, abgebaut wurde – also hält seine Wirkung entsprechend länger an als bei jüngeren Menschen.

Andere Umstände, die eine medikamentöse Behandlung bei älteren Menschen beeinflussen können, sind:

  • Mundtrockenheit kann zu einer verspäteten Wirkung von Medikamenten führen, die über die Mundhöhle aufgenommen werden müssen, z.B. Nitroglyzerin (Spray zur Erweiterung der Herzkranzgefäße bei Angina pectoris).
  • Mit dem Alter reagiert das Gehirn empfindlicher auf Medikamente, die sich auf das Nervensystem auswirken. Dies kann zu Nebenwirkungen in Form von Müdigkeit und Schwindel führen.
  • Eine verringerte Produktion von Magensäure kann zu einer schlechteren Aufnahme von Medikamenten führen, die von einem sauren Milieu abhängig sind.
  • Das Körpergewicht verringert sich bei den meisten Menschen ab dem 70. bis 75. Lebensjahr; bei einigen sogar dramatisch. Dieser Faktor kann bei der Dosierung von Medikamenten eine Rolle spielen.
  • Bestimmte Proteine im Blut (Albumin) binden viele Medikamente; nur in freier Form werden diese wirksam. Im Alter jedoch sinkt die Menge an Albumin meist – also wird mehr Wirkstoff frei und kann (übermäßig) effektiv wirken, obwohl die Dosis nicht erhöht wurde.

Ein ganz andere Problem ist die sozusagen rein praktische Einnahme eines Medikaments: Manche Tabletten sind sehr klein und lassen sich bei nachlassender Feinmotorik nur schwer aus der Packung lösen; zu große Pillen sind hingegen schwierig zu schlucken, wenn man sowieso Schluckschwierigkeiten hat und Tropfen oder Sprays sind oft schwierig zu dosieren oder gezielt zu verwenden.

Nebenwirkungen

In manchen Situationen kann es schwierig sein, Nebenwirkungen von Medikamenten als solche zu erkennen. Angehörige, Pfleger oder Ärzte gehen dann fälschlicherweise davon aus, dass die entsprechenden Beschwerden aufgrund einer Verschlechterung einer bestehenden Krankheit oder normaler Alterungserscheinungen entstehen oder Anzeichen einer neuen Erkrankung sind.

Nebenwirkungen bei älteren Menschen führen oft zu schwächeren Symptomen und äußern sich anders als bei jungen Menschen. Ein typisches Beispiel sind parkinsonähnliche Symptome, die durch manche Medikamente ausgelöst werden können. Bei älteren Menschen äußern sich diese Symptome als allgemeine Muskelsteifheit und Funktionseinschränkungen und weniger als (das eigentliche typische) Zittern oder unkontrollierbare Bewegungen.

Damit es nicht zu Erkrankungen aufgrund einer übermäßigen Medikamenteneinnahme kommt, wird der Arzt neue Symptome oder Anzeichen einer Erkrankung bei älteren Menschen dahingehend untersuchen, ob es sich eventuell um Nebenwirkungen einer bestehenden medikamentösen Behandlung handeln könnte. Medikamente führen bei älteren Menschen relativ oft zu Nebenwirkungen, die bei jüngeren Menschen nicht beobachtet werden, z. B. Verwirrtheit, Verstopfung und Schwindel. Psychopharmaka oder auch Medikamente gegen Herz- und Gefäßkrankheiten führen am häufigsten zu Nebenwirkungen.

Einige Beispiele

  • Verstopfung:
    • Dies ist eine häufige Nebenwirkung bei älteren Menschen, die sich u. a. durch starke Schmerzmittel, Hustenmedikamente mit Codein, Psychopharmaka und harntreibende Medikamente weiter verschlimmern kann.
  • Stürze:
    • Nebenwirkungen von Medikamenten können zu Stürzen führen. Alle Beruhigungsmittel wirken bei älteren Menschen stärker und können im schlimmsten Fall zu Verwirrtheit, schlaffer Muskulatur, einer schlechteren Kontrolle über Bewegungen und Stürzen führen. Auch Mittel gegen hohen Blutdruck können bei Überdosierung zu Benommenheit und Stürzen führen. Es hat sich gezeigt, dass grundsätzlich durch eine verringerte Medikamenteneinnahme auch das Risiko von Stürzen gesenkt werden konnte.
  • Unterernährung und falsche Ernährung:
    • Dies sind Risikofaktoren für Stürze und frühzeitige Todesfälle bei älteren Menschen. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, die zu Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme führen, können Nebenwirkungen verschiedener Medikamente sein.

Allgemeine Empfehlungen

  • Rein altersbedingte Veränderungen im Körper können mit Medikamenten weder gestoppt noch geheilt werden. Darum müssen die Indikation für eine medikamentöse Behandlung korrekt, das Ziel klar definiert und die Durchführung realistisch sein.
  • Am Anfang der Therapie sollte die kleinstmögliche Verpackungsgröße verschrieben werden. Vor Verschreiben der nächsten Packung kann der Arzt die Fortsetzung der Therapie nach dem ersten Behandlungszeitraum kritisch beurteilen.
  • Es sollten möglichst wenige Medikamente verschrieben werden. Die wichtigsten Medikamente haben Priorität. Wenn die Krankheit gut verläuft, können die Medikamente nach Rücksprache mit dem Arzt reduziert oder sogar abgesetzt werden. Ärzte werden keine Medikamente am Telefon verschreiben, wenn der Patient in letzter Zeit nicht zur Kontrolle vorbei gekommen ist.
  • Der Therapieplan sollte möglichst einfach sein; das Dosierintervall sollte nicht kürzer als 12 Stunden sein. Die Dosierung sollte deutlich aufgeschrieben werden und die Angehörigen und das Pflegepersonal müssen informiert werden. Die Verwendung von Pillenboxen, die die Medikamentendosierung erleichtern, wird empfohlen!
  • Bei älteren Menschen muss die Dosierung häufiger angepasst werden als bei jüngeren Menschen. Regelmäßige Blutkontrollen sind bei manchen Medikamenten wichtig. Ungünstige Kombinationen von Medikamenten (mit der Folge von Wechselwirkungen) entstehen leichter bei einer hohen Medikamenteneinnahme im Alter.
  • Die Medikamente, die ein Patient verwendet, müssen regelmäßig aktualisiert und kontrolliert werden. Der Arzt wird die Medikation seiner Patienten sowie die Notwendigkeit einer medikamentösen Behandlung regelmäßig aufs Neue beurteilen. Dies gilt insbesondere für bestimmte Medkamentengruppen, z. B. solche, die nur in bestimmten Konzentrationen im Blut optimal wirken oder auch Psychopharmaka. Eine sorgfältige Kommunikation mit dem Pflegedienst ist bei pflegebedürftigen Patienten wichtig!
  • Als Patient sollten Sie Folgendes beachten:
    • Fragen Sie Ihren Arzt genau, warum Sie die verordneten Medikamente einnehmen sollen.
    • Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Beschwerden Sie am meisten stören, welche anderen vielleicht weniger: So kann der Arzt besser entscheiden, welche Ihrer Medikamente für Sie persönlich am wichtigsten sind. 
    • Fragen Sie ebenfalls genau nach der korrekten Dosierung und befolgen Sie die Anweisungen. Eine Tablettenbox ist übersichtlich, wenn Sie mehrere Tabletten einnehmen müssen.
    • Informieren Sie den Arzt auch über Wirkstoffe, die evtl. andere Ärzte Ihnen verschrieben haben oder die Sie ohne Rezept gekauft haben und nutzen.
    • Setzen Sie Medikamente nicht selbstständig ab, falls Sie sie nicht vertragen, sondern sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
    • Beschreiben Sie Ihrem Arzt alle Beschwerden, die evtl. neu aufgetreten sind, seit Sie neue Medikamente einnehmen.
    • Trinken Sie genug Flüssigkeit, wenn Sie Medikamente einnehmen und beachten Sie genau die Hinweise zur Einnahme.

Weitere Informationen

Autoren

  • Susanne Meinrenken, Dr. med., Bremen

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Polypharmazie im Alter. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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