Nachlassende Gesundheit im Alter

Allgemeine Informationen

Definition

  • Physiologisches Altern geht mit Funktionseinbußen und Abnahmen der Leistungsfähigkeit und der Belastbarkeit auf organischer
    und systemischer Ebene einher, die intra- und interindividuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sind.
  • Geriatrische Patienten werden nicht primär durch das Lebensalter definiert, sondern vielmehr durch das gleichzeitige Auftreten mehrerer akuter und/oder chronischer Gesundheitsprobleme (geriatrische Multimorbidität). Hierzu gehören u. a.:1
    • herabgesetzte körperliche Belastbarkeit/Gebrechlichkeit
      • Senilität/Altersschwäche/Frailty-Syndrom: chronische, altersbedingt herabgesetzte Belastbarkeit bei vermindertem Kraftzustand und zunehmender Gebrechlichkeit
    • Fehl- und Mangelernährung
    • Störungen im Flüssigkeit- und Elektrolythaushalt, insbesondere Dehydratation
    • Medikationsprobleme, z. B. Arzneimittelnebenwirkungen
    • Seh-/Hörbehinderung
    • Miktionsstörungen, z. B. Harninkontinenz
    • Störungen des Gastrointestinaltraktes, z. B. Anorexie, Dysphagie, Obstipation, Stuhlinkontinenz
    • Instabilität, Gang-/Standunsicherheit, Sturzneigung
    • Komplikationen nach medizinischen Interventionen
    • erhöhte Infektionsgefahr bei verminderter Immunfunktion
    • Wunden (z. B. Dekubitus, Ulcus cruris)
    • kognitive Defizite
    • Störungen der Kommunikationsfähigkeit
    • Depression, Angst
    • Schmerzen
    • Schlafstörungen
    • Immobilität.
  • Als geriatrisches Failure to Thrive Syndrome (FTT)2 (Syndrom der geriatrischen Gedeihstörung)3 wird die Konstellation folgender Symptome bezeichnet, die mit dem Nachlassen oder Versagen körperlicher, geistiger und sozialer Funktionen und erhöhter Mortalität eingeht:
    • Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Unterernährung, Dehydratation
    • verminderte Immunfunktion
    • Depression und Inaktivität.

Differenzialdiagnosen

Anamnese

Klinische Untersuchung

Ergänzende Untersuchungen

Maßnahmen und Empfehlungen

Patienteninformationen