Therapiebegrenzung

Allgemeine Informationen

  • Der medizinische Fortschritt erweitert die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten stetig. Umso wichtiger wird das Verständnis dafür, dass nicht alles medizinisch Machbare klinisch indiziert ist und nicht jede indizierte medizinische Behandlung von den Patienten gewünscht wird.
  • Therapiebegrenzung auf Wunsch der Patientinnen ist rechtlich bindend (Patientenrechtegesetz).1
  • Das Thema Therapiebegrenzung ist von besonderer Tragweite in den Grenzsituationen menschlichen Lebens, etwa in der Intensiv-2, Palliativ- und Altersmedizin3.
  • Der Verzicht auf ausgesuchte medizinische Maßnahmen bzw. die Therapiebegrenzung können in bestimmten Fällen medizinisch und/oder ethisch geboten sein.
  • Der verantwortungsbewusste Umgang mit dem Mittel der Therapiebegrenzung setzt eine offene und ehrliche Kommunikation zwischen dem Behandlungsteam und der Patientin mit ihrer Familie voraus.
  • Über Therapiebegrenzung kann auch im Rahmen des Diskurses zum Thema Überversorgung nachgedacht werden. Kampagnen gegen Überversorgung sind zum Beispiel Choosing Wisely in den USA, Smarter Medicine in der Schweiz, Gemeinsam Klug Entscheiden der AWMF. Die DEGAM entwickelt derzeit eine S3-Leitlinie "Schutz vor Über- und Unterversorgung".

Definitionen

Leitlinien

Therapiebegrenzung bei geriatrischen Patienten