Körperliche Aktivität und Gesundheit im Alter

Allgemeine Informationen

Warum ist Bewegung so wichtig?

  • Körperliche Aktivität und Training sind bei den meisten Krankheiten eine wichtige und wirksame Komponente der nichtmedikamentösen Therapie.
  • Die Wirkung von Bewegung und körperlicher Aktivität ist mit hoher Evidenz gesichert.1
  • Inaktivität erhöht die Mortalität und Morbidität.2-3
  • Körperliche Inaktivität verdoppelt nahezu das jährliche Risiko für die Gesamtmortalität, koronare Herzerkrankungen, Altersdiabetes und Dickdarmkrebs.
  • Es gibt auch gut belegte Anhaltspunkte dafür, dass Inaktivität das Risiko für Schlaganfälle und Osteoporose mit Knochenbrüchen als Folge erhöht.
  • Im höheren Alter ist die Bewältigung von Alltagsaktivitäten wie Gehen, Treppensteigen, Bücken, Heben oder Tragen eine wichtige Voraussetzung für ein selbstständiges Leben. Hierfür sind Beweglichkeit und Gleichgewicht notwendig, die ein ausreichendes Maß an Muskelmasse und -kraft erfordern.4
  • Gebrechlichkeit (Frailty) bezeichnet die Einschränkungen älterer Menschen. Dazu gehören:5
    • ausgeprägte Erschöpfung
    • stark eingeschränkte Vitalität
    • geringe körperliche Aktivität
    • verlangsamte Gehgeschwindigkeit
    • unfreiwilliger Gewichtsverlust
    • geringe Muskelkraft
    • depressive Symptome.

Häufigkeit

  • 35 % der Frauen und 44 % der Männer sind pro Woche mehr als 2,5 Stunden körperlich so aktiv, dass sie außer Atem oder ins Schwitzen geraten.
  • Bei den Männern nimmt der Anteil derjenigen, die körperlich aktiv sind, mit zunehmendem Alter gleichmäßig ab (> 65 Jahre: 18 % aktiv), bei Frauen sinkt dieser Anteil hingegen erst deutlich ab einem Alter von 65 Jahren (13 % aktiv).6
  • 2,8 % der 65- bis 79-jährigen Frauen und 2,3 % der gleichaltrigen Männer sind körperlich gebrechlich (frail); insgesamt sind dies 2,6 % der älteren Erwachsenen.5

Empfehlungen für körperliche Aktivität

  • Es werden mindestens 150 Minuten pro Woche moderate körperliche Aktivität empfohlen.
  • Diese Empfehlung kann auch durch mindestens 75 Minuten mit hoher Intensität pro Woche erfüllt werden oder durch eine Kombination aus moderater und hoher Intensität.
  • Erwachsenen und Älteren werden zusätzlich an zwei oder mehr Tagen pro Woche Übungen empfohlen, die die Muskulatur stärken.
  • Ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollten Gleichgewichtsübungen und Krafttraining an drei oder mehr Tagen in der Woche absolvieren, um das Gleichgewicht zu stärken und Stürze zu vermeiden.7 
  • Sind ältere Menschen nicht mehr in der Lage, an speziellen Trainingsprogrammen teilzunehmen, sollten sie aufgefordert werden, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten regelmäßig zu bewegen.8

 Alterungsprozess

  • Physiologisches Altern geht mit Funktionseinbußen und Abnahmen
    der Leistungsfähigkeit  einher, die individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können und zu einer nachlassenden Gesundheit im Alter führen.
  • Abnahme der Skelettmuskulatur mit daraus resultierender Reduktion der Muskelkraft4
    • Verstärkung durch Krankheiten, Verletzungen oder Operationen, da diese zu einer mittel- oder langfristigen Immobilisierung führen können.
    • Das kann zum Verlust der Selbständigkeit und zur Pflegebedürftigkeit führen.
    • Eine verminderte Muskelkraft ist auch mit einer erhöhten Sterblichkeit assoziiert.

Was bewirkt körperliche Aktivität?

Alter ist kein Hinderungsgrund

  • Grundsätzlich sind ältere und alte Menschen genauso gut trainierbar wie jüngere.
  • Selbst sehr gebrechliche Patienten in Pflegeeinrichtungen können trainieren.9
  • Die Effekte körperlichen Trainings sind bei älteren dieselben wie bei jüngeren:
    • Verbesserung der körperlichen Fitness
    • Verringerung der Stressreaktion des Körpers (Sympathikusaktivität)
    • Verbesserung der Erweiterungsfähigkeit der Blutgefäße
    • Reduzierung des Thromboserisikos
    • Verbesserung der Herzarbeit
    • Verminderung von Gefäßablagerungen
    • Verbesserung der Insulinempfindlichkeit
    • Gewichtsreduktion.
  • Darüber hinaus führt körperliche Aktivität bei Älteren zu einer Reduktion des Sturzrisikos und trägt somit zur Frakturprophylaxe bei.
  • Körperliche Aktivität kann den Alterungsprozess nicht verhindern, aber ihn aufschieben und einen Konditionsverlust reduzieren.10
    • Ein 60 Jahre alter Langstreckenläufer, der sein ganzes Leben lang trainiert hat, hat in etwa die gleiche Kondition wie ein normaler 25-Jähriger.
  • Verzögerung der Altersschwäche
    • Körperliche Aktivität reduziert auch den Verlust von Muskelkraft, Muskelmasse und Muskelausdauer.9,11
    • Sie verbessert außerdem das Gleichgewicht und Körperspannung9,12 und reduziert damit das Sturzrisiko.
    • Zudem wirkt sich körperliche Aktivität positiv auf den Schlaf aus.

Für die psychische Gesundheit

  • Steigerung des Selbstbewusstseins und des Selbstwertgefühls
  • Entwicklung eines Körperbewusstseins und Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Verbesserung des körperlichen Wohlbefindens
  • Verbesserung des Schlafes
  • Kommunikation, soziale Kontakte (Sportverein, Gruppentherapie)
  • Reduktion der Muskelanspannung (Stressreduktion)

Zur Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen

  • Sie fördert die Glukosetoleranz und die Wirkung des Insulins und beugt Adipositas, vor allem abdominaler Adipositas vor.9
  • Außerdem senkt sie den Blutdruck und verbessert das Blutlipidprofil.
  • Im Großen und Ganzen wird das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Sterblichkeit halbiert.9
  • Es kommt zu mehreren wichtigen physiologischen Anpassungen an das Training, u. a. zu einer niedrigeren Herzfrequenz und zu einem niedrigeren systolischen Blutdruck.

Bei Osteoporose

  • Körperliche Aktivität ist auch gut bei Osteoporose. Die Knochenmasse erhöht sich (vor allem zu einem frühen Zeitpunkt im Leben), und die Sturzneigung reduziert sich.9
  • Das Training von Kraft, Gleichgewicht und Koordination sollte regelmäßig und risikobewusst sowie an den funktionellen körperlichen Zustand angepasst sein.

In der Onkologie

  • Körperliche Aktivität kann das Auftreten verschiedener Tumorarten,
    wie z. B. Brust-, Darm- und Endometriumtumoren senken.7
  • Physische Aktivität bei Malignompatienten wirkt sich positiv auf die Mortalität aus und erhöht die Lebensqualität.13
    • Krafttraining bremst die Entwicklung einer Tumorkachexie.
    • Körperliche Aktivität schützt Tumorpatienten vor Rezidiven.
    • Mindert die Fatigue- und Stresssymptomatik.

Bei Arthrose14

  • Patienten mit Arthrose  profitieren von körperlicher Aktivität durch Verbesserung der Muskelkraft, der Gelenkbeweglichkeit, der Propriozeption und der kardiopulmonalen Fitness.
  • Auch Übergewicht, Gleichgewichsstörungen, erhöhtes Sturzrisiko sowie eingeschränkte Mobilität werden verbessert.
  • Dies kann auch zu einer verminderten Schmerzhaftigkeit der betroffenen Gelenke führen.
  • Auch nach der Implantation einer Kniegelenks- oder Hüftendoprothese profitieren die Patienten durch sportliches Training: Die gelenkumgreifende Muskulatur wird gekräftigt und die Haltbarkeit von Endoprothesen wird begünstigt.
  • Geeignete Sportarten: Die nicht zu hohen unkontrollierten Belastungsspitzen führen oder von den Patienten hohe Kraftleistungen in extremen Gelenkwinkeln abverlangen, wie Schwimmen, Radfahren, Wandern, Walken, Gymnastik oder Paddeln.

Diagnostik

Vor Trainingsbeginn

ADL-Tests15

  • Barthel-Index
    • Der Barthel-Index ist das am weitesten verbreitete Bewertungsverfahren für pADL.
    • Fremderhebungsinstrument mit 10 Items
    • delegierbar an geschultes medizinisches Fachpersonal
    • Einstufung auf Basis einer Eigen- oder Fremdbefragung
    • Zeitbedarf: ca. 5 Minuten
  • Instrumentelle Aktivitäten nach Lawton und Brody (IADL)
    • Umfasst 8 Bereiche des täglichen Lebens, deren  
      Bewältigung komplexe Anforderungen stellt.
    • delegierbar an geschultes medizinisches Fachpersonal
    • Erhebung der Informationen durch:
      • direkte Befragung
      • Befragung der Bezugspersonen
      • Einbeziehung eigener Beobachtungen.
    • Zeitbedarf: ca. 5–10 Minuten 

Trainingsempfehlung und -verschreibung

  • Fragen Sie nach der bisherigen körperlichen Aktivität und Bewegung.
  • Vor Beginn eines Trainings sollte bei Patienten mit Risikofaktoren eine klinische Abklärung von Begleiterkrankungen und Kontraindiaktionen erfolgen (IIaC).
  • Zur besseren Motivierung der Patienten ist z. B. die 5-A-Strategie hilfreich:16
    • Die 5 As stehen jeweils für:
      • Assess (Status erheben)
      • Advise (direkte, deutliche Empfehlung zur Verhaltensänderung)
      • Agree (Erfassen der Veränderungsbereitschaft)
      • Assist (Unterstützung anbieten)
      • Arrange (Vereinbarung weiterer Termine).
  • Die Patienten sollten neben der Trainingsberatung auch über ihre Belastbarkeit im Alltagsleben beraten werden.

Kontraindikationen für körperliche Aktivität

  • Akutes Koronarsyndrom
  • Maligne Hypertonie mit Blutdruckanstiegen auf systolisch > 190 mmHg trotz maximal möglicher antihypertensiver Kombinationstherapie
  • Blutdruckabfall von systolisch ≥ 20 mmHg unter Belastung, insbesondere bei Patienten mit KHK
  • Schwere sekundäre Mitralinsuffizienz
  • Herzinsuffizienz NYHA IV
  • Schwere Herzrhythmusstörungen
  • Akute Infektionen

Welches Training ist geeignet?

Ausdauertraining

  • Nordic Walking, Wandern, Aqua Jogging, Radfahren
  • Es werden mindestens 150 Minuten pro Woche moderate körperliche Aktivität empfohlen.
  • Diese Empfehlung kann auch durch mindestens 75 Minuten mit hoher Intensität pro Woche erfüllt werden oder durch eine Kombination aus moderater und hoher Intensität.17
  • Darüber hinaus zählt jede Form der Bewegung. Ermuntern Sie die Patienten zu einer aktiven Lebensführung: Treppe statt Fahrstuhl, Fahrrad statt Auto (oder das Auto weiter entfernt abstellen) etc.

Krafttraining 

  • Erwachsenen und Älteren werden zusätzlich an 2 oder mehr Tagen pro Woche Übungen empfohlen, die die Muskulatur stärken.
  • Effekte
    • Stabilisieren des Bewegungsapparates
    • Kompensation der Abnahme der Muskelmasse mit fortschreitendem Alter
    • Verbesserung der Insulinempfindlichkeit
    • Verbesserung des Muskelmetabolismus

Koordination

  • Ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollten Gleichgewichtsübungen und Krafttraining an 3 oder mehr Tagen in der Woche absolvieren, um das Gleichgewicht zu stärken und Stürze zu vermeiden.
  • Übungen zur Raumorientierung und Körperwahrnehmung
  • Verminderung der Verletzungsgefahr

Propriozeptives Training

  • Übungen zur Raumorientierung und Körperwahrnehmung
  • Einbeinstand

Allgemeine Empfehlungen

  • Ausreichende Regenerationspausen sind einzuhalten.
  • Entspannungsübungen sind zusätzlich sinnvoll.

Fazit

  • Auch im Alter besteht  eine gute Trainierbarkeit der Kraft- und Ausdauerfähigkeit. 
  • Sportliche Betätigung verbessert die Lebensqualität im Alter.14
  • Körperliche Aktivität ist wirksamer als manche Medikamente und Medikamentenkombinationen. Regelmäßige körperliche Aktivität ist Prävention und Therapie für kardiovaskuläre Krankheiten. Vor allem aber ermöglicht sie den Patienten, eigenverantwortlich etwas für die eigene Gesundheit und Gesunderhaltung zu tun.
  • Körperliche Inaktivität ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen, Altersdiabetes und Osteoporose  mit Frakturen und ist mit einer erhöhten Mortalität assoziiert.8
  • Jede noch so geringe körperliche Aktivität ist wichtig und fördert die Gesundheit.7 
  • Körperliche Aktivität kann immer (egal welches Alter und welche Ausgangsfitness) begonnen werden und führt zu einer Verbesserung des Allgemeinbefindens.

Patienteninformationen

 Patienteninformationen in Deximed

Quellen

Leitlinien

  • Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. Pocket-Leitlinie: Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Version 2016). www.dgk.org
  • Arbeitsgruppe „Bewegungsförderung im Alltag". Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung, Stand 2016. www.bundesgesundheitsministerium.de
  • Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Hausärztliche Risikoberatung zur kardiovaskulären Prävention. AWMF-Leitlinie Nr. 053-024, Stand 2017. www.awmf.org

Literatur

  1. H. Löllgen. Bedeutung und Evidenz der körperlichen Aktivität zur Prävention und Therapie von Erkrankungen. Dtsch med Wochenschr 2013; 138(44): 2253-2259 www.thieme-connect.com
  2. Moschny A, Platen P, Klaassen-Mielke R, Trampisch U, Hinrichs T. Physical activity patterns in older men and women in Germany: a cross-sectional study. BMC Public Health. 2011 Jul 13;11:559. doi: 10.1186/1471-2458-11-559. www.ncbi.nlm.nih.gov
  3. McDermott AY, Mernitz H. Exercise and older patients: Prescribing guidelines. Am Fam Physician 2006; 74: 437-44. PubMed
  4. Robert Koch-Institut (Hrsg) (2016) Greifkraft im höheren Lebensalter. Faktenblatt zu DEGS1: Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (2008 – 2011). RKI, Berlin www.rki.de
  5. Robert Koch Institut (Hrsg.) (2016: Prävalenz von körperlicher Gebrechlichkeit (Frailty). Faktenblatt zu DEGS1: Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (2008-2011). RKI, Berlin. www.rki.de
  6. Robert Koch-Institut (Hrsg). Körperliche Aktivität. Faktenblatt zu GEDA 2012: Ergebnisse der Studie »Gesundheit in Deutschland aktuell 2012«. RKI, Berlin www.rki.de/geda (Stand: 25.10.2014) www.rki.de
  7. Arbeitsgruppe „Bewegungsförderung im Alltag". Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung. Stand 2016 www.bundesgesundheitsministerium.de
  8. Taylor D Physical activity is medicine for older adults Postgraduate Medical Journal 2014;90:26-32. pmj.bmj.com
  9. Brach JS, Simonsick EM, Kritchevsky S, et al. The association between physical function and lifestyle activity and exercise in the health, aging and body composition study. J Am Geriatr Soc 2004; 52:502. PubMed
  10. Chodzko-Zajko, W. J., et al., American College of Sports Medicine position stand. Exercise and physical activity for older adults, Medicine and Science in Sports and Exercise, 2009, 41(7): S. 1510–1530 www.ncbi.nlm.nih.gov
  11. Almeida OP, Khan KM, Hankey GJ, et al. 150 minutes of vigorous physical activity per week predicts survival and successful ageing: a population-based 11-year longitudinal study of 12 201 older Australian men. Br J Sports Med 2014; 48: 220. www.ncbi.nlm.nih.gov
  12. Sattelmair JR, Pertman JH, Forman DE. Effects of physical activity on cardiovascular and noncardiovascular outcomes in older adults. Clin Geriatr Med 2009; 25:677. PubMed
  13. Siegmund-Schultze N. Onkologie: „Sport ist so wichtig wie ein Krebsmedikament“. Dtsch Arztebl 2009; 106(10): A-444 / B-382 / C-370 www.aerzteblatt.de
  14. Horstmannt. Böer J. Haupt G. Sport bei (trotz) Arthrose.Akt Rheumatol 2012; 37: 168–173 www.gelenkschule-tuebingen.de
  15. Karsch-Völk M, Schneider A, Landendörfer P. Geriatrisches Basisassessment in der Hausarztpraxis - Wie hilfsbedürftig ist Ihr Patient? MMW-Fortschr Med 2012; 154: 47-51. pmid:23088035 www.ncbi.nlm.nih.gov
  16. Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Hausärztliche Risikoberatung zur kardiovaskulären Prävention. AWMF-Leitlinie Nr. 053-024. Stand 2017. www.awmf.org
  17. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. Pocket-Leitlinie: Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Version 2016). leitlinien.dgk.org

Autoren

  • Monika Lenz, Fachärztin für Allgemeinmeidzin, Neustadt am Rübenberge
  • Günter Ollenschläger, Prof. Dr. Dr. med., Internist, Uniklinikum Köln
  • Terje Johannessen, professor i allmennmedisin, Trondheim (NEL)