Bakterielle Vaginose (BV)

Zusammenfassung

  • Definition: Die bakterielle Vaginose (BV) geht mit vaginalem Fluor und mit unangenehmem Geruch aufgrund einer Veränderung der normalen Vaginalflora einher. Die Ursache ist ein Mangel an Milchsäurebakterien und daraus folgend eine Zunahme an vaginalen anaeroben Bakterien (Gardnerella vaginalis, Prevotella species, Mobiluncus species u. a.). Damit verbunden ist ein erhöhtes Risiko eines Aborts, eines frühzeitigen Blasensprungs sowie Frühgeburtlichkeit ebenso ein erhöhtes Infektionsrisiko nach vaginalen operativen Eingriffen.
  • Häufigkeit: Prävalenz: 10–30 % der Fälle von vaginalem Fluor.
  • Symptome: Die Symptome sind selten besonders ausgeprägt; bei ca. 50 % der Patientinnen verläuft die Vaginose asymptomatisch.
  • Befunde: Das Leitsymptom ist ein weißgrauer, dünnflüssiger, manchmal schaumiger, streng riechender vaginaler Ausfluss, der sich während der Menstruation und nach Geschlechtsverkeht häufig verstärkt. In der Regel keine auffällige Vulvitis oder Vaginitis.
  • Diagnostik: Ein vaginaler pH-Wert > 4,5 ist obligat. Schlüsselzellen (Clue Cells) sind im Mikroskop erkennbar. Bei einem Geruchstest kann ein fischiger Geruch feststellbar sein.
  • Therapie:  Die Studienlage ist nicht eindeutg, derzeit existiert keine offizielle deutsche Leitlinie. Asymptomatische Frauen sollten auf zufällig befundete Gardnerella nicht behandelt werden. Antibiotische Therapie symptomatischer Patientinnen in Form von Metronidazol oder Clindamycin.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Vaginaler, unangenehm riechender Ausfluss aufgrund pathologischer Veränderung des Scheidenmilieus durch die verstärkte Besiedlung von Gardnerella vaginalis sowie anderer anaerober Keime und Mykoplasmen, wobei sich das mikrobiologische Gleichgewicht der Vagina zuungunsten der Laktobazillen verschiebt.
  • Normale Vaginalflora der geschlechtsreifen Frau besteht aus Laktobazillen und transient bzw. kommensal vorkommenden anaeroben und aeroben Bakterien und Candida-Arten der Haut- und Darmflora. Der normale pH-Wert der Scheide beträgt 3,8 bis 4,4 – er variiert jedoch je nach ethnischer Herkunft.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Illustrationen