Pelvic Inflammatory Disease (PID, akute Unterleibsentzündung)

Zusammenfassung

  • Definition:Entzündungen im Bereich des kleinen Beckens (Adnexitis, Zervizitis, Endometritis, Peritonitis im kleinen Becken) werden unter dem Begriff Unterleibsentzündung (Pelvic Inflammatory Disease, PID) zusammengefasst.
  • Häufigkeit:Die Inzidenz in der Altersgruppe von 15–44 Jahren beträgt ca. 10–20 Fälle pro 100.000 Frauen und Jahr.
  • Symptome:Symptomatisch äußert sich die Erkrankung durch Beckenschmerzen und Ausfluss, gelegentlich treten Fieber und Allgemeinsymptome, Dyspareunie und Harnwegssymptome auf.
  • Befunde:Typischerweise besteht eine Entzündung am Gebärmutterhals und vermehrt Ausfluss. Gebärmutter und Adnexe sind bei der Palpation schmerzempfindlich.
  • Diagnostik:Es wird ein NAAT (Nucleic Acid Amplification-Test), z. B. PCR (Polymerase Chain Reaction), LCR (Ligase Chain Reaction) oder SDA (Strand Displacement Amplification) auf Chlamydien und Gonokokken durchgeführt und eine Bakterienkultur angelegt. Häufig besteht ein Anstieg von CRP.
  • Therapie:Antibiotika und Ruhe. In schwerwiegenden Fällen ist eine stationäre Therapie indiziert. Unverzügliche Untersuchung und Behandlung der regelmäßigen Sexualpartner ist Voraussetzung für einen langfristigen Therapieerfolg.
  • Beratung:Grundlage ist eine ausführliche Sexualanamnese: Partner, Sexualpraktiken. Information der Sexualpartner über mögliche Ansteckung und Präventionsmöglichkeiten.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Mono- oder polymikrobielle Infektion von Cervix, Endometrium, Eileitern, Beckenperitoneum und/oder Ovarien
  • Nicht selten liegt eine beidseitige Eileiterinfektion (Salpingitis) vor.
  • Die Erkrankung wird auch mit der Abkürzung PID (Pelvic Inflammatory Disease, entzündliche Erkrankung des Beckens) bezeichnet.
  • Um Folgeerkrankungen vorzubeugen, sollte frühzeitig eine Therapie begonnen werden.1

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

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