Pelvic Inflammatory Disease (PID, akute Unterleibsentzündung)

Zusammenfassung

  • Definition: Entzündungen im Bereich des kleinen Beckens (Adnexitis, Zervizitis, Endometritis, Peritonitis im kleinen Becken) werden unter dem Begriff Unterleibsentzündung (Pelvic Inflammatory Disease, PID) zusammengefasst.
  • Häufigkeit: Es wird vermutet, dass pro Jahr 10–20 von 1.000 Frauen in Ländern mit hohem Einkommen an PID erkranken.
  • Symptome: Symptomatisch äußert sich die Erkrankung durch Beckenschmerzen und Ausfluss, gelegentlich treten Fieber und Allgemeinsymptome, Dyspareunie sowie Harnwegssymptome auf.
  • Befunde: Typischerweise besteht eine Entzündung am Gebärmutterhals und vermehrt Ausfluss. Gebärmutter und Adnexe sind bei der Palpation schmerzempfindlich.
  • Diagnostik: Die Diagnose wird v. a. klinisch gestellt. Zusätzlich kann ein NAAT (Nucleic-Acid-Amplification-Test), z. B. PCR (Polymerase Chain Reaction) auf Chlamydien und Gonokokken durchgeführt und eine Bakterienkultur angelegt werden. Häufig besteht ein CRP-Anstieg.
  • Therapie: Antibiotika und körperliche Schonung. In schwerwiegenden Fällen sowie bei Schwangeren ist eine stationäre Therapie indiziert. Unverzügliche Untersuchung und Behandlung der regelmäßigen Sexualpartner ist Voraussetzung für einen langfristigen Therapieerfolg.
  • Beratung: Information der Sexualpartner über mögliche Ansteckung und Präventionsmöglichkeiten. Aufklärung über sexuell übertragbare Krankheiten sowie Verhütungsmethoden.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Mono- oder polymikrobielle Infektion von Zervix, Endometrium, Eileitern, Beckenperitoneum und/oder Ovarien1
    • Häufige Erreger sind Neisseria gonorrhoeae und Chlamydia trachomatis.2
  • Betrifft vor allem junge, sexuell aktive Frauen.
  • Die Erkrankung wird auch mit der Abkürzung PID (Pelvic Inflammatory Disease, entzündliche Erkrankung des Beckens) bezeichnet.
  • Um Folgeerkrankungen vorzubeugen, sollte frühzeitig eine Therapie begonnen werden.3

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

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