Vulvovaginalkandidose

Zusammenfassung

  • Definition:Durch Hefepilz verursachte vulvovaginale Infektion.
  • Häufigkeit:Tritt bei über 50 % aller Frauen auf. Prävalenz 5–15 %.
  • Symptome:Weißer, nicht riechender, zumeist dicker (manchmal dünnflüssiger) vaginaler Ausfluss mit bröckeliger Konsistenz in eher geringen Mengen begleitet von Wundsein, Jucken und evtl. Dysurie.
  • Befunde:Klinisch zeigt sich neben dem Ausfluss rote, ödematöse und glänzende Schleimhaut, evtl. mit Fissuren. An der Vulva bzw. Vaginalwand ist in der Regel ein fleckig weißlicher Belag zu sehen, der von der irritierten Haut oder Schleimhaut abgeschabt werden kann.
  • Diagnose:Mikroskopie (evtl. im KOH-Präparat), pH-Test und bei Unklarheiten Pilzkultur
  • Behandlung:Bei symptomatischer Infektion antimykotische Therapie z. B. Imidazolpräparat, lokale oder systemische Behandlung. Spontane Besserung kann außerhalb der Schwangerschaft abgewartet werden. Keine Therapie der asymptomatischen Infektion.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Durch Hefepilz verursachte Infektion der östrogenisierten Vagina und des Vestibulums, die sich auch auf die Außenseite der kleinen Labien, die großen Labien und die Interkruralregion und die Perianalregion ausdehnen kann. Pilzbefall von Zervix oder Endometrium ist nicht bekannt.1
  • Dominierende Symptome sind Jucken an der Vulva und hüttenkäseähnlicher weißlicher Fluor.2

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen