Chronischer Unterbauchschmerz bei Frauen (Chronic Pelvic Pain = CPP)

Zusammenfassung

  • Definition:Der chronische Unterbauchschmerz ist ein andauernder, schwerer und quälender Schmerz der Frau mit einer Dauer von mindestens 6 Monaten. Er kann sich zyklisch, intermittierend-situativ oder nichtzyklisch chronisch ausprägen. Dieser Schmerz führt zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität. Bei einem Teil der Patientinnen können körperliche Veränderungen/Störungen als überwiegend ursächlich anzusehen sein. Bei anderen Patientinnen können emotionale Konflikte oder psychosoziale Belastungen als entscheidende ursächliche Faktoren gelten.1
  • Häufigkeit:Britische Zahlen zeigen eine Prävalenz von 38/1.000 Patientinnen in der allgemeinmedizinischen Praxis.
  • Symptome:Es handelt sich um langanhaltende Schmerzen, häufig in Form von einem konstant dumpfen Schmerz im Unterleib.
  • Befunde:Die üblichen somatischen Untersuchungen sind normalerweise vorgesehen, um mögliche somatische Diagnosen zu erheben. Diese können Differenzialdiagnosen oder Komponenten des Krankheitsbildes sein.
  • Diagnostik:Zusatzuntersuchungen sind Labor, Zytologie, mikrobiologische Tests, evtl. Ultraschall.
  • Therapie:Eine Behandlung ist schwierig. Am wichtigsten ist eine gute Arzt-Patienten-Beziehung und die Aufklärung der Patientin. Somatische Erkrankungen sollten entsprechend therapiert werden. Daneben kommen multimodale Therapieansätze zur Anwendung.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Es gibt keine einheitliche, international gebräuchliche Definition zum chronischen Unterbauchschmerz (Chronic Pelvic Pain = CPP).1
  • Der chronische Unterbauchschmerz ist ein andauernder, schwerer und quälender Schmerz der Frau, der über mindestens 6 Monate besteht1, zu einer eingeschränkten Funktionsfähigkeit führt und medizinische Hilfe notwendig macht.2-3
  • Er kann zyklisch, in bestimmten Situationen intermittierend oder chronisch auftreten.1 Davon abzugrenzen sind die Dysmenorrhö und die Dyspareunie.
  • Er führt zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität.1
  • Bei einem Teil der Patientinnen können somatische Störungen überwiegend ursächlich sein, bei anderen Patientinnen können emotionale Konflikte oder psychosoziale Belastungen die entscheidende Ursache darstellen.1
    • Eine eindeutige somatische Ursache, die die Schmerzsymptomatik allein begründet, fehlt.2-3
    • Kann die Folge sowohl somatischer als auch psychosozialer Traumata sein.
  • Eine Studie hat ergeben, dass gut 60 % der Patientinnen mit dieser Krankheit keine genaue Diagnose bekommen haben.4

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Illustrationen