Verhütungsspritze

Die Verhütungsspritze wird alle drei Monate von einem Arzt verabreicht.

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Wirkungsmechanismus

Die Verhütungsspritze enthält Gestagen, d.h. den gleichen Hormontyp wie die Minipille. Die Verhütungsspritze enthält, im Unterschied zu den kombinierten Antibabypillen, kein Östrogen.

Wirkung

  • Sie hemmt den Eisprung und hat deshalb eine hohe Wirksamkeit.
  • Außerdem bewirkt sie Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut, sodass sich eine Eizelle nicht mehr so leicht einnisten kann.
  • Der Gebärmutterhalsschleim verändert sich so, dass er weniger durchlässig für Spermien ist.

Vorteile

  • Es handelt sich um eine wirksame Verhütungsmethode.
  • Es muss nicht jeden Tag eine Tablette eingenommen werden, die täglich erinnert werden muss.
  • Die Periodenblutungen verschwinden häufig vollständig – was von vielen Frauen als großer Vorteil empfunden wird.
  • Kein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel.
  • Sie kann auch während der Stillperiode benutzt werden. Zwar werden kleine Mengen des Hormons von der Muttermilch aufgenommen, sie wirken aber nicht auf das Kind.
  • Wenn die Verhütungsspritze nach der Geburt angewandt wird, sollte die erste Spritze schon sechs Wochen nach der Geburt verabreicht werden, um das Risiko einer erneuten Schwangerschaft der Frau zu verringern.

Nachteile

  • Die Spritze führt bei den meisten Frauen zu Blutungsstörungen und unvorhersehbaren Blutungen.
  • Es können Nebenwirkungen in Form von erhöhtem Appetit und Gewichtszunahme, Stimmungsveränderungen und verminderter Libido auftreten.
  • Frauen, die diese Verhütungsmethode anwenden, müssen alle drei Monate den Arzt aufsuchen, um eine neue Spritze zu bekommen.
  • Die Verhütungsspritze schützt nicht vor Geschlechtskrankheiten.
  • Die Wirkung kann einige Monate und manchmal auch ein ganzes Jahr nach Ende der Behandlung fortbestehen.
  • Wenn Nebenwirkungen auftreten, kann es lange dauern, bis sie wieder verschwinden, da diese Methode nicht frühzeitig beendet werden kann.
  • Die Spritze senkt das Serumniveau von Östradiol. Eine Anwendung über mehrere Jahre kann zu erhöhtem Knochenverlust führen. Studien deuten darauf hin, dass der Körper sich nach der Behandlung wieder erholt. Die Verhütungsspritze ist allerdings nicht erste Wahl für jugendliche Mädchen, deren Knochen noch nicht ausgewachsen sind, oder für Frauen, mit erhöhtem Risiko für Osteoporose.

Allgemeines

  • Die Spritze muss alle drei Monate durch eine Arzt erneuert werden

Weiterführende Informationen

Autoren

  • Julia Trifyllis, Dr. med., Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Münster/W