Chronische Otitis media

Zusammenfassung

  • Definition: Während bei der akuten Otitis media aufsteigende Infektionen aus dem Nasenrachenraum im Vordergrund stehen, ist die chronische Otitis media eine eigene Krankheitsentität als Folge anhaltender frühkindlicher Tubenventilationsstörungen, z. B. durch vergrößerte Rachenmandeln, mit fehlender oder gehemmter Mastoidpneumatisation. Die chronische Otitis media ist eine rezidivierende Infektion des Mittelohrs und/oder der Mastoid-Zellen, die mehr als 3 Monate andauert. Außerdem liegt eine Perforation des Trommelfells mit oder ohne Cholesteatom vor.
  • Häufigkeit: International werden Häufigkeiten bis zu 2,6 % der Bevölkerung angegeben mit erheblichen regionalen Unterschieden. 
  • Symptome: Typische Symptome sind anhaltender Hörverlust, Sekretion aus dem Ohr, Beschwerden oder Schmerzen im Ohr.
  • Befunde: Klinische Befunde sind übelriechendes Sekret, zentrale oder periphere Perforation des Trommelfells, ggf. mit sichtbarem Cholesteatom.
  • Diagnostik: Zusatzuntersuchungen sind Bakteriologie, Audiometrie, CT oder MRT.
  • Therapie: Die Therapie besteht aus einer Entfernung von Eiter und Detritus durch lokale Therapie, ggf. in Kombination mit einer Antibiotikatherapie und evtl. später Chirurgie.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Während bei der akuten Otitis media aufsteigende Infektionen aus dem Nasenrachenraum im Vordergrund stehen, ist die chronische Otitis media eine eigene Krankheitsentität als Folge anhaltender frühkindlicher Tubenventilationsstörungen, z. B. durch vergrößerte Rachenmandeln, mit fehlender oder gehemmter Mastoidpneumatisation.1
  • Abgesehen von wenigen Ausnahmen geht eine akute Otitis media mit guter Tubenfunktion (und pneumatisiertem Warzenfortsatz) nicht in eine chronische Otitis media über.
  • Eine chronische Otitis media zeigt über mehr als 3 Monate einen nicht heilenden Trommelfelldefekt mit eitrigem Ausfluss aus dem Ohr.
  • Eine Sonderform ist das Cholesteatom.
    • Man findet beim Cholesteatom eine Knochendestruktion in den Mittelohrräumen als Folge des Einwachsens von verhornendem Plattenepithel des Trommelfells oder des äußeren Gehörgangs über einen randständigen Trommelfelldefekt.1
  • Die chronische Otitis media ist eine rezidivierende Infektion des Mittelohrs und/oder der Mastoid-Zellen, die mehr als 3 Monate andauert. Außerdem liegt eine Perforation des Trommelfells mit oder ohne Cholesteatom vor.2
  • Symptome, die üblicherweise mit der Erkrankung verbunden sind, sind Hörverlust, Otorrhö, Ohrenschmerzen und in einigen Fällen Schwindel.
  • Cholesteatom
    • Ein Cholesteatom zeichnet sich aus durch das Einwachsen einer Masse bestehend aus Plattenepithel ins Mittelohr, die eine Zerstörung von Knochengewebe, Bildung von Granulationsgewebe und Infektion zur Folge hat.
    • Ein primäres Cholesteatom kann bei Kindern aus Epithelresten im Mittelohr entstehen.
    • Zwei Hauptarten der Trommelfellperforation:
      • zentrale Perforation
      • periphere Perforation im hinteren oberen Quadranten oder Epitympanon
    • Das Cholesteatom kommt meist im oberen/hinteren Quadranten vor.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle – Behandlungskonzept

Patienteninformationen

 Quellen