Orale Herpes-simplex-Infektion

Zusammenfassung

  • Definition: Akute Gingivostomatitis im Rahmen der Infektion mit Herpes simplex-Viren, meist vom Typ HSV-1, gelegentlich auch HSV-2.
  • Häufigkeit: Häufigste Manifestation einer symptomatisch verlaufenden primären HSV-Infektion im Kindesalter.
  • Symptome: Früh im Verlauf sind vesikuläre Läsionen in der Mundhöhle zu sehen. Die Betroffenen haben lokale Schmerzen, wollen nicht essen und trinken, fühlen sich allgemein unwohl und haben meist Fieber.
  • Befunde: Schmerzhafte Läsionen der bukkalen und gingivalen Mukosa und der Zunge mit Hypersalivation. Eng nebeneinander lokalisierte, mit Flüssigkeit gefüllte, gelbliche Vesikel und sich daraus bildende Ulzerationen. Evtl. zusätzlich periorale vesikuläre Läsionen. Meist vergrößerte zervikale Lymphknoten.
  • Diagnostik: Klinische Untersuchung, ggf. Virologie, ggf. weitere Laboruntersuchungen bei Verdacht auf Komplikationen wie Dehydrierung oder Bakteriämie.
  • Therapie:Kinder mit akuter Gingivostomatitis sollten viel Flüssigkeit und ggf. Eis erhalten; ggf. Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen. Der Nutzen einer antiviralen Therapie und einer Behandlung mit Antazida, H1-Antihistaminika oder Lokalanästhetika ist ungewiss.

Allgemeine Informationen

  • Übersicht über die verschiedenen Formen von Herpes-simplex-Infektionen siehe Artikel Herpes simplex.

Definition

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

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