Neuritis vestibularis

Zusammenfassung

  • Definition: Plötzlicher, einseitiger Funktionsverlust im Gleichgewichtsorgan des Innenohres oder im Nervus vestibularis. Die vermutete Ursache ist eine Reaktivierung von Herpes simplex oder eines anderen neurotropen Virus.
  • Häufigkeit: Inzidenz um 10 pro 100.000/Jahr.
  • Symptome: Akuter Beginn mit Drehschwindel, Übelkeit/Erbrechen, Sturzneigung. In der akuten Phase ziehen es die Patienten vor, ganz still zu liegen, da Kopfbewegungen die Symptome verschlimmern.
  • Befunde: Spontannystagmus zur gesunden Seite, Sturzneigung zur erkrankten Seite, positiver Kopfimpulstest.
  • Diagnostik: Klinische Diagnose mit objektiv messbarem Funktionsausfall im Nervus vestibularis. Andere Ursachen für Schwindel sollten ausgeschlossen werden.
  • Therapie: In der Regel Spontanremission. Frühe Mobilisierung kann die Genesung beschleunigen. Antiemetika und Antivertiginosa in der Akutsituation.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Akuter einseitiger Labyrinth-Ausfall1
  • Isolierter Funktionsausfall im Nervus vestibularis oder eine Fehlfunktion des Gleichgewichtsorgans im Innenohr.
    • Das Gehör ist nicht beeinträchtigt.
  • Dieser Schwindel gehört zur Schwindelart „Drehschwindel".
  • Er wird als viral oder paraviral verursachte Erkrankung angesehen und ist mit erheblichem Drehschwindel, Fallneigung zur kranken Seite sowie Übelkeit und fast immer Erbrechen begleitet.1
    • Die vermutete Ursache ist eine Reaktivierung von Herpes simplex oder eines anderen neurotropen Virus.
  • Ein Nystagmus ist meist schon ohne Frenzel-Brille sichtbar.
  • Die Symptomatik hält in der Regel über Tage bis Wochen an und bedarf häufig und zu Beginn der Gabe von Antiemetika und Antivertiginosa.1

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen

Weitere Informationen

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