Vestibularis-Schwannom (Akustikusneurinom)

Zusammenfassung

  • Definition: Das Vestibularis-Schwannom, auch als Akustikusneurinom bezeichnet, ist ein gutartiger und meist langsam wachsender Tumor, der von den Schwann-Zellen des N. vestibulocochlearis (VIII) ausgeht.
  • Häufigkeit: Inzidenz von etwa 1 pro 100.000 pro Jahr. Gehäuftes Auftreten bei Neurofibromatose.
  • Symptome: Anfangs symptomarm, typische Symptome sind einseitiger Hörverlust, Tinnitus und Schwindel.
  • Befunde: Einseitige Schallempfindungsschwerhörigkeit, Gleichgewichtsstörungen, ggf. Fazialisparese.
  • Diagnostik: Audiometrie, akustisch evozierte Potenziale (AEP), Sicherung mittels MRT-Untersuchung mit Kontrastmittel.
  • Therapie: Individuelle Abwägung zwischen den 3 Therapieoptionen: Beobachtung („Wait and Scan"), Mikrochirurgie oder Radiotherapie.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Ein Schwannom (Neurinom) ist ein gutartiger Tumor der von den Schwann-Zellen der Nervenscheide ausgeht und peripher, viszeral, intraspinal und intrakranial auftreten kann.1
  • Das Vestibularis-Schwannom (VS) wird auch als Akustikusneurinom (AKN) bezeichnet und geht vom VIII. Hirnnerven aus.
    • Bezeichnung als Vestibularis-Schwannom wird meist bevorzugt, da der Tumor in den meisten Fällen von der Hülle des vestibulären und nicht cochlearen Teil des VIII. Hirnnerven ausgeht.1-3
    • Im Folgenden wird daher der Begriff Vestibularis-Schwannom verwendet.
  • Das Vestibularis-Schwannom ist der häufigste Tumor im Kleinhirnbrückenwinkel.
  • Schwannome machen etwa 8 % aller intrakraniellen Primärtumoren aus.1
  • Die Symptomatik ist abhängig von der Lokalisation und umfasst Gleichgewichts- und Hörstörungen.
  • In den meisten Fällen sporadisch, kann jedoch auch im Rahmen einer Neurofibromatose Typ 2 entstehen.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Weitere Informationen

Illustrationen

Quellen