Krebserkrankungen im mittleren Rachenraum (Oropharynx)

Krebserkrankungen des Oropharynx betreffen den Teil des Rachens, der sich zwischen dem weichen Gaumen und dem Kehldeckel befindet.

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Unter dem Oropharynx versteht man den Teil des Halses, der sich zwischen dem weichen Gaumen und dem Kehldeckel, der sogenannten Epiglottis, befindet. Der Oropharynx wird auch als Mundrachen bezeichnet. Der Oropharynx lässt sich relativ leicht untersuchen, indem der Arzt mit einem Spatel die Zunge niederdrückt und damit einen guten Überblick über den Bereich erhält.

Oropharynxkarzinome sind in den letzten Jahren häufiger geworden, was in Zusammenhang mit einer Zunahme an HPV-Infektionen im Rachenraum gebracht wird.

Worum handelt es sich bei einem Oropharynxkarzinom?

Krebserkrankungen werden häufig als unkontrolliertes Zellwachstum beschrieben. Die Zellen haben die Fähigkeit verloren, ihr eigenes Wachstum zu kontrollieren. Dies führt zu einer Anhäufung dieses Zelltyps an einer oder mehreren Stellen und zur Bildung eines Tumors oder mehrerer Tumoren. Solche Tumoren können auch im Oropharynx auftreten. Am häufigsten sind sie rund um die Mandeln (Tonsillen).

Ursache

In den letzten Jahren wurden neue Erkenntnisse über mögliche Ursachen für Krebserkrankungen des Rachenraums gewonnen. Seit Längerem war bekannt, dass ein klarer Zusammenhang mit Rauchen und hohem Alkoholkonsum besteht. Es war auch bekannt, dass die Erkrankung drei- bis viermal häufiger bei Männern als bei Frauen auftritt. Neu sind die Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen Infektionen mit Humanen Papillomaviren (HPV) und Krebs.

Die zunehmende Häufigkeit von Oropharynxkarzinomen scheint auf die Zunahme an Krebserkrankungen durch HPV-Infektionen zurückzuführen sein. In einer schwedischen Studie konnte gezeigt werden, dass sich die Nachweisrate von HPV in Oropharynxtumoren von rund 20 % in den 1970er-Jahren auf 93 % im Jahr 2007 erhöht hat.

Symptome

Zu Beginn verursacht dieser Krebstyp relativ wenig Symptome. Es kann daher schwierig sein, die Erkrankung in einem frühen Stadium zu erkennen. In der Regel stellt man zunächst Schwellungen oder Knoten am Hals und Schluckbeschwerden fest. Im weiteren Verlauf kommt es zu Schmerzen. Dann kann es auch zu Blutungen aus dem Mund und Wunden im Rachenraum kommen. Wenn es zu solchen Symptomen kommt, ist das häufig ein Hinweise darauf, dass die Erkrankung bereits längere Zeit besteht. Am besten ist es, wenn die Erkrankung bereits in einem frühen Stadium erkannt wird.

Diagnostik

Der Verdacht auf diese Diagnose basiert auf den Symptomen und Untersuchungen beim Hausarzt. Die weitere Untersuchung und Behandlung erfolgt bei Hals-Nasen-Ohren-Fachärzten im Krankenhaus. Es ist wichtig, immer zu bedenken, dass Sie nicht unbedingt an Krebs erkrankt sein müssen, selbst wenn Sie an Spezialisten überwiesen werden.

Die Diagnose wird anhand einer Gewebeprobe aus dem Rachen gestellt, die mikroskopisch untersucht wird.

Therapie

Die Therapie hängt davon ab, um welche Krebsart es sich handelt und wie ausgedehnt der Tumor ist. Manche Tumoren sind strahlenempfindlich, sodass sich eine Strahlentherapie anbietet, während andere Krebsarten auf Zytostatika reagieren, sodass sich eine Chemotherapie anbietet. Manchmal können beide Behandlungsformen kombiniert werden. Wenn der Tumor nicht ausgedehnt ist, kommt als erste Behandlungsalternative eine Operation infrage, bei der versucht wird, das gesamte Tumorgewebe zu entfernen. Die behandelnden Ärzte werden Sie genauer darüber informieren, welche Therapie für Sie geplant ist und wie diese vor sich geht. Stellen Sie Fragen, wenn etwas unklar ist.

Prognose

Die Prognose für diese Krebsarten wäre wahrscheinlich viel besser, wenn sie früher erkannt werden könnten. Bei Tumoren, die bereits früh entdeckt werden, ist die Prognose besser als bei spät diagnostizierten Tumoren. Im Gespräch mit den Ärzten werden Sie genauer darüber informiert, was für Ihren individuellen Fall gilt.

Weiterführende Informationen

Illustrationen

Nase mit Nasenmuscheln und Nebenhöhlen
Nase mit Nasenmuscheln und Nebenhöhlen

Autoren

  • Philipp Ollenschläger, Medizinjournalist, Köln

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Oropharynxkarzinom. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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