Riech- und Schmeckstörungen

Zusammenfassung

  • Definition: Riechstörungen verursachen häufig auch Schmeckstörungen und können die Lebensqualität signifikant beeinträchtigen.
  • Häufigkeit: Etwa 20 % der Deutschen leiden an Riech- und/oder Schmeckstörungen.
  • Symptome: Geschmacksverlust und fehlender Geruch beim Kochen oder auch bei Gefahrenquellen (z. B. Rauch).
  • Befunde: Häufig Folge von oberen Atemwegserkrankungen mit Zeichen einer chronischen Sinusitis und Polyposis nasi.
  • Diagnostik:Riechtest mit Sniffin-Sticks, Geschmackstest mit überschwelligen Geschmackslösungen und/oder Taste Strips.
  • Therapie: Abhängig von Ursache. Bei chronischer Sinusitis topische und/oder systemische Steroide. Riechtraining bei vielen Ursachen prognoseverbessernd.

 

Allgemeine Informationen

Definition

  • Riech- und Schmeckstörungen gelten als Ursachen für u. a. einseitige Ernährung und verminderte Lebensqualität.1
  • Nomenklatur1
    • Dysosmie: Riechstörung
    • Anosmie: keine Riechleistung vorhanden
    • Hyposmie: verminderte Riechwahrnehmung
    • Funktionelle Anosmie: Verlust der Riechwahrnehmung mit evtl. Restfunktion, die im Alltag aber keinen Nutzen bringt.
    • Parosmien: Gerüche werden anders wahrgenommen.
    • Phantosmien: Fälschliches Wahrnehmen von Gerüchen, wo keine sind.
  • Analog dazu Nomenklatur von Schmeckstörungen (Ageusie, Hypogeusie etc.)

Differenzialdiagnostische Auslöser

Anamnese

Klinische Untersuchung

Therapie

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