Skabies (Krätze)

Zusammenfassung

  • Definition: Stark juckende Dermatose, die durch die Milbe Sarcoptes scabiei var. hominis verursacht wird (auch: Krätze).
  • Häufigkeit: In Mitteleuropa sporadische Erkrankung; Epidemien treten typischerweise in Institutionen auf.
  • Symptome: Sehr unangenehmer Juckreiz, der am intensivsten ist, wenn die betroffene Person sich unter die Bettdecke legt, sowie evtl. bei hoher Temperatur und vermehrter Schweißproduktion.
  • Befunde: Uncharakteristische juckende Papeln, mitunter kleine Vesikel und Sekundärveränderungen mit Exkoriationen; am stärksten an den Extremitäten ausgeprägt.
  • Diagnostik: Mikroskopischer Nachweis von Krätzmilben.
  • Therapie: Permethrin lokal und/oder Ivermectin oral. Umgebungsbezogene Maßnahmen und die gleichzeitige Behandlung aller aktuellen Kontaktpersonen.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Skabies (Krätze) ist eine stark juckende Dermatose, die durch die Milbe Sarcoptes scabiei verursacht wird.1-2
  • Die Krätzemilbe oder Skabies-Milbe (Sarcoptes scabiei var. hominis) ist ein auf den Menschen spezialisierter, obligater Parasit.3
    • In der Regel wird die Skabies durch direkten Haut-zu-Haut-Kontakt übertragen.
    • Die Skabies kommt weltweit vor und betrifft Personen jeden Alters.
  • Skabiesmilben bevorzugen Areale mit verhältnismäßig hoher Temperatur und dünner Hornschicht.
    • Prädilektionsstellen der gewöhnlichen Skabies sind daher die Interdigitalfalten der Hände und Füße, die vorderen Axillarfalten, Brustwarzenhof, Nabelregion, Gürtellinie, Gesäß, Analfalte, Perianalregion, Leisten, Knöchelregion, die inneren Fußränder und der Penisschaft. Kopf und Nacken, Palmae und Plantae bleiben zumeist ausgespart.
    • Bei Säuglingen und Kleinkindern findet man typische Hauterscheinungen auch am behaarten Kopf, im Gesicht sowie palmoplantar.
  • Die Primäreffloreszenzen bestehen aus kommaartigen, oft unregelmäßig gewundenen, wenige mm bis 1 cm langen Milbengängen, an deren Ende sich manchmal ein kleines Bläschen ausbildet.
    • Zusätzlich entsteht ein Ekzem mit disseminierten, milbenfreien erythematösen und z. T. krustösen Papeln, Bläschen und Papulovesikeln.
    • Es verursacht auch den charakteristischen starken, generalisierten Pruritus, der in der Nacht zunimmt. Es ist Ausdruck einer zellvermittelten Immunantwort vom verzögerten Typ gegen Milbenprodukte.
  • Es erfolgt eine Kolonisierung des Stratum corneum mit befruchteten weiblichen Milben, die Gänge graben und Eier ablegen.
  • Borkenkrätze (auch Scabies norvegica oder Scabies crustosa)
    • Hierbei handelt es sich um eine Sonderform, bei der größere Teile des Körpers von einer sehr hohen Milbenkonzentration betroffen sind. Diese Variante tritt ausschließlich bei Patienten mit einem geschwächtem Immunsystem auf.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Illustrationen