Akne excoriée/Skin-Picking

Krankhaftes Ausdrücken und Manipulieren an Pickeln und Hautunebenheiten bezeichnet man als Skin-Picking (oder auch Akne excoriée (des jeunes fillles), Dermatillomanie). Bei einigen Betroffenen kann dies zu viel größeren Hautproblemen und Schädigungen der Haut führen als die primär meist gering ausgeprägte Akne. Dieses Phänomen wird den Zwangsstörungen zugeordnet.

„Skin-Picking“/Akne excoriée

Aknepickel und -Mitesser können sich durch Manipulationen daran weiter entzünden und das Hautbild verschlimmern. Das kann zu Narbenbildung führen. Bei manchem Aknepatienten ist der Drang danach so groß, dass von einer Zwangshandlung gesprochen werden kann.

Meist liegen zu Beginn keine oder nur sehr gering ausgeprägte Akneerscheinungen vor. Sekundäre Veränderungen wie Narben und wunde Stellen sind jedoch häufig. Die Erkrankung ist dadurch gekennzeichnet, dass die meist verschleichsweise geringe Akne dazu führt, dass die Patienten (fast immer junge Mädchen) exzessiv an den Aknepickeln manipulieren und so zu einem ausgeprägten vernarbten Hautbild beitragen.

Skin-Picking, auch Dermatillomanie oder Akne excoriée genannt, kommt recht häufig vor. Die Betroffenen wissen, dass sie an Pickeln nicht manipulieren sollten, aber sie können nicht aufhören. Man spricht daher auch von einer Zwangshandlung/Zwangsstörung. 

Skin Picking wird vorwiegend bei jungen Frauen beobachtet.

Ursachen

In einigen Fällen kann dies ein Zeichen für Stress oder Depressionen sein. Es kann auch eine zwanghafte Gewohnheit sein, die man nicht unterlassen kann, und die bis zur Verzweiflung führen kann.

Bei einer zugrunde liegenden Akne vulgaris, sollte diese entsprechend dem Ausprägungsgrad behandelt werden. Die Patientinnen müssen aufgeklärt werden, dass Manipulationen das Hautbild nur verschlechtern. Manchmal kann eine begleitende Psychotherapie notwendig sein. 

Erster Ansprechpartner kann der Hausarzt sein, oder auch der Hautarzt. Ein erster Schritt ist sicherlich das Erkennen des zugrundeliegenden Problems. Von da an kann eine weitere Therapie geplant werden, wenn notwendig. 

Patientenorganisationen

Autoren

  • Caroline Beier, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg