Kompressionsstrümpfe

Es gibt verschiedene Arten von Kompressionsstrümpfen für die tägliche Anwendung.

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Es gibt verschiedene Arten von Kompressionsstrümpfen für die tägliche Anwendung. Stützstrümpfe sorgen für den geringsten Kompressionsgrad. Sie sind in Apotheken und Sanitätshäusern erhältlich. Strümpfe, die einen höheren Kompressionsgrad bieten, werden als Kompressionsstrümpfe bezeichnet. Sie werden in vier Klassen angeboten, wobei Klasse 1 den niedrigsten Kompressionsgrad und Klasse 4 den höchsten Kompressionsgrad bietet.

Damit die Kompressionsstrümpfe richtig sitzen, werden sie durch eine Pflegekraft oder Mitarbeiter eines Sanitätshauses professionell angepasst. Das erfolgt möglichst morgens, wenn die Beine nicht geschwollen sind. Bei starken Schwellungen muss möglicherweise zunächst einige Tage oder Wochen eine Wicklung mit einem Kompressionsverband erfolgen, um die stärksten Schwellungen zu lindern, bevor die richtige Anpassung von Kompressionsstrümpfen erfolgen kann.

Verschiedene Arten von Kompressionsstrümpfen

Elastische Strümpfe werden in die Kompressionsklassen 1 bis 4 eingeteilt. Eine starre Zuordnung einer Kompressionsklasse zu einer Diagnose gibt es nicht. Ziel der Kompressionstherapie ist die Besserung des klinischen Befundes.

Bei einer Varikose ohne ausgeprägte Ödembildung kann auch eine Kompressionsklasse I zur Beseitigung der Beschwerden führen, während bei fortgeschrittenem Ödem und Hautveränderungen höhere Kompressionsklassen erforderlich sind (z.B. bei einem postthrombotischen Syndroms nach tiefer Venenthrombose). Bei einem beginnenden Lymphödem (Stadium I) reicht meist eine Kompressionsklasse II, während im Stadium III häufig ein höherer Anpressdruck der Kompressionsklasse IV notwendig ist.

Vor Beginn einer Behandlung mit Kompressionsstrümpfen der Klasse 1–4 wird die arterielle Durchblutung mit Doppler-Sonografie gemessen.

Praktische Informationen zum Anziehen von Kompressionsstrümpfen

  • Zum leichteren Anziehen von Kompressionsstrümpfen können Hilfsmittel wie z. B. Gleitstrümpfe zum Einsatz kommen.
  • Mit Gummihandschuhen (Spülhandschuhen) lassen sich die Strümpfe einfacher greifen.
  • Es gibt auch weitere Hilfsmittel zum Anziehen der Strümpfe.
  • Wenn sich ein sehr straffer Strumpf nicht hochziehen lässt, können auch mal zwei Strümpfe mit niedrigerem Kompressionsgrad übereinander angezogen werden.

Kompressionsstrümpfe müssen über Nacht immer ausgezogen und vor dem Aufstehen morgens angezogen werden. Die Strümpfe nutzen sich durch Gebrauch und Waschen ab und sollten daher nach 6–8 Monaten ausgetauscht werden.

Weiterführende Informationen

Autoren

  • Thomas Fühner, PD Dr. med., Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie, Hannover